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Flugbegleiter starten zweiten Streiktag bei der Lufthansa

Tarife Flugbegleiter starten zweiten Streiktag bei der Lufthansa

Am zweiten Tag ihres Streiks setzt das Kabinenpersonal der Lufthansa noch eins drauf. Zwar können Flieger von Frankfurt zu den Fernzielen abheben, doch die Inlands- und Europaflüge fallen fast völlig aus.

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Wegen der Streiks fallen heute rund 520 Flüge bei der Lufthansa aus.

Quelle: Caroline Seidel

Frankfurt/Main. Tag zwei des bisher längsten Streiks bei der Lufthansa bringt den Passagieren am Samstag noch mehr Ungemach: Wegen der Arbeitsniederlegungen von 6.00 Uhr bis 23.00 Uhr am Drehkreuz Frankfurt und in Düsseldorf fallen rund 520 Flüge der Lufthansa aus. Betroffen sind nach laut Fluggesellschaft rund 58 000 Passagiere.

Zwar sollen die Langstreckenflieger ab Frankfurt wieder planmäßig verkehren, weil dort nur die Mittelstreckenjets bestreikt werden sollten. Laut Lufthansa wird im Fernverkehr am Samstag lediglich die Düsseldorfer Verbindung nach New York gestrichen. Zu Ausfällen werde es bei Inlands- und Europaflügen kommen. Deutschland- und Kontinental-Flüge aus Frankfurt würden "nahezu komplett annulliert", sagte ein Sprecher.

Zum Auftakt des Streiks hatte die Lufthansa am Freitag 290 Flüge absagen müssen, darunter 15 Überseeverbindungen. Betroffen waren rund 37 500 Passagiere. Der Ausstand der Gewerkschaft Ufo soll bis Freitag kommender Woche (13. November) fortgesetzt werden.

Keine Streiks gibt es zunächst in München. Für den Sonntag hat Ufo zudem eine bundesweite Pause des Ausstands ausgerufen, weil an diesem Tag viele Privatreisende unterwegs seien. Keinen Arbeitskampf gibt es bei den konzerneigenen Gesellschaften Swiss, AUA, Germanwings, Eurowings, Air Dolomiti und Brussels Airlines.

Die Tarifverhandlungen für die Stewardessen und Stewards der Lufthansa ziehen sich bereits seit zwei Jahren hin. Strittig sind vor allem die komplexen Regelungen zu Betriebs- und Übergangsrenten von rund 19 000 Flugbegleitern.

Lufthansa und die Flughafengesellschaft Fraport hatten sich vorbereitet, in der Nacht zum Samstag in Frankfurt gestrandete Passagiere zu betreuen. Nach Lufthansa-Angaben gab es aber bis zum Abend keine Passagiere, die die Nacht wegen fehlender Einreiseerlaubnis im Transitbereich des Terminals verbringen mussten. Viele hätten die Online-Umbuchung genutzt, so seien lange Warteschlangen ausgeblieben, sagte ein Sprecher.

dpa

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