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Finanzen von Fitschen, Ackermann und Breuer bleiben geheim

Prozesse Finanzen von Fitschen, Ackermann und Breuer bleiben geheim

Müssen die Top-Banker Jürgen Fitschen, Josef Ackermann und Rolf Breuer ihre persönlichen Finanzen öffentlich bekanntgeben? Um diese Frage ist im Strafprozess um versuchten Betrug vor dem Landgericht München ein Streit zwischen Staatsanwaltschaft und Gericht entbrannt.

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Josef Ackermann (l) und Jürgen Fitschen am 09.06.2015 in München.

Quelle: Sven Hoppe

München. Der Vorsitzende Richter Peter Noll erklärte am Dienstag, die Angeklagten dürften die Angaben zu ihren finanziellen Verhältnissen schriftlich einreichen - die Zuschauer im Gerichtssaal blieben somit außen vor. Das will die Anklage aber nicht akzeptieren.

"Die Staatsanwaltschaft wurde an diesen Gesprächen weder beteiligt noch darüber informiert", kritisierte Staatsanwalt Stephan Necknig und meldete rechtliche Bedenken an. Normalerweise werden die finanziellen Verhältnisse von Angeklagten in Strafprozessen öffentlich erläutert.

In dem Verfahren muss sich der Co-Chef der Deutschen Bank, Fitschen, zusammen mit seinen Vorgängern Ackermann und Breuer sowie zwei weiteren Ex-Bankern wegen versuchten Prozessbetrugs verantworten. Die Männer sollen 2011 vor Gericht die Unwahrheit gesagt haben, um Schadenersatzforderungen für die Pleite des Medienkonzerns Kirch von der Deutschen Bank abzuwehren. Die Angeklagten bestreiten die Vorwürfe.

Der Prozess dauert bereits zehn Monate. Eine Frist für weitere Beweisanträge, die der Richter der Anklagebehörde gestellt hatte, um das Verfahren zum Abschluss zu führen, will der Staatsanwalt aber nicht hinnehmen. "Die Frist ist unzulässig", sagte er.

dpa

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