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Experten: Fachkräftebedarf noch nicht ausreichend gesichert

Arbeitsmarkt Experten: Fachkräftebedarf noch nicht ausreichend gesichert

In Hessen bleibt trotz Fortschritten noch einiges zu tun, um den Fachkräftebedarf zu sichern. Diese Zwischenbilanz haben am Donnerstag Experten knapp zwei Jahre nach der Veröffentlichung von Vorschlägen der Fachkräftekommission Hessen gezogen.

Frankfurt/Main. Bedarf sieht der Leiter der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Frank Martin, unter anderem bei der Qualifizierung von Menschen ohne Berufsabschluss. Insgesamt habe sich aber vieles bewegt: "Exemplarisch möchte ich die deutlich gestiegene Teilnahme am Arbeitsleben von Frauen, Schwerbehinderten, aber auch von Älteren oder Migranten nennen", sagte er laut Mitteilung in Frankfurt.

Martin sieht aktuell keinen flächendeckenden Fachkräftemangel. Es gebe aber Engpässe in einzelnen technischen Berufen sowie in den Bereichen Gesundheit und Pflege.

Der Unternehmerverband VhU sieht Handlungsbedarf bei der beruflichen Bildung. Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender forderte, die Hochschulen für Facharbeiter zu öffnen. Schüler, die früher anspruchsvolle Ausbildungsberufe gewählt hätten, gingen heute direkt an die Hochschule. Dieser Trend gehe am Arbeitsmarkt vorbei.

Sandro Witt, stellvertretender Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen kritisierte, dass nach wie vor zu viele junge Menschen ohne Abschluss die Schule verließen und auf den Einstieg ins Berufsleben warteten.

dpa

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