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Erstes Geständnis im Prozess um "S&K"-Anlagebetrügereien

Prozesse Erstes Geständnis im Prozess um "S&K"-Anlagebetrügereien

Im Prozess um die millionenschweren Anlagebetrügereien der Frankfurter Immobiliengesellschaft "S&K" hat der erste von sechs Angeklagten ein Geständnis abgelegt.

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Ein Schild der «S&K Sachwert AG» steht im Landgericht in Frankfurt am Main.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Frankfurt/Main. Er habe Ungereimtheiten bei der Bildung von Fonds "ignoriert, nicht nachgefragt und einfach weiterlaufen lassen", sagte der 50 Jahre alte Ex-Geschäftsführer einer der "S&K"-Fondsgesellschaften am Mittwoch vor dem Landgericht Frankfurt. Durch sein "pflichtwidriges Desinteresse" an den Fonds habe er es ermöglicht, das eingezahlte Gelder der Anleger zweckwidrig verwendet wurden. "Ich habe aber nicht nur tatenlos zugesehen, sondern auch aktiv mitgewirkt."

Im Vorfeld des Geständnisses hatte es Meinungsverschiedenheiten im Gerichtssaal gegeben, weil dafür die seit Wochen andauernde Einlassung des Hauptangeklagten und "S&K"-Gründers Jonas K. unterbrochen werden musste. Seine Verteidiger stellten am Vormittag schließlich einen Befangenheitsantrag gegen das Richterkollegium.

Hintergrund des Geständnisses ist offenbar die Hoffnung auf eine Entlassung aus der Untersuchungshaft, die bereits seit dem Frühjahr 2013 andauert. In dem seit September vergangenen Jahres laufenden Prozess geht es um Vermögensstraftaten in einem Volumen von rund 240 Millionen Euro. Die Angeklagten haben bislang strafbares Verhalten abgestritten.

dpa

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