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Einigung bei Tarifverhandlungen am Flughafen Hahn

Tarife Einigung bei Tarifverhandlungen am Flughafen Hahn

Sondersituation: Arbeitgeber und Gewerkschaften haben im Hunsrück über mehr Geld an einem Airport verhandelt, der zum Verkauf steht. Das hat Folgen für die Laufzeit des neuen Tarifvertrags.

Hahn. Die Tarifverhandlungen am Hunsrück-Flughafen Hahn sind beendet: Die 315 Beschäftigten bekommen 0,8 Prozent mehr Geld. Die Laufzeit beträgt allerdings nur sechs Monate bis zum 30. Juni, wie Arbeitgeber und Gewerkschaften der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag mitteilten. Vorausgegangen waren am Airport mehrstündige Gespräche hinter verschlossenen Türen. Zuvor hatte der Arbeitgeber lediglich 0,5 Prozent mehr Entgelt geboten, während die Gewerkschaften ein Plus von 4,8 Prozent gefordert hatten.

Der Hahn gehört größtenteils Rheinland-Pfalz und zum geringeren Teil Hessen. Er soll an das kleine Unternehmen ADC und die damit verbundene große chinesische Luftverkehrsgruppe HNA verkauft werden. Hahn-Sprecherin Hanna Hammer sagte, die ungewöhnlich kurze Laufzeit des neuen Tarifvertrags sei dieser Privatisierung geschuldet. Dann sei der neue Eigentümer flexibler.

Verdi-Sprecher Dennis Dacke sprach von einer Zwischenlösung. "Im April oder Mai werden wieder Verhandlungen starten, bei denen von uns wohl nicht mit so freundlichen Angeboten gerechnet werden kann." Hahn-Chef Markus Bunk sagte: "Wir sind sehr zufrieden, dass wir in der derzeitigen Unternehmenssituation ein vertretbares und den Umständen angemessenes Ergebnis erzielen konnten."

Die Tarifverhandlungen hatten im Dezember 2016 begonnen. Die Einigung kam nun in der dritten Runde. Die Gewerkschaften hatten auch mit Streiks und damit verbundenen Flugausfällen gedroht. Derweil halten Branchenkenner einen weiteren Stellenabbau nach dem Verkauf des Flughafens für nicht ausgeschlossen. Allerdings wurden seit 2014 schon 80 Stellen eingespart.

dpa

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