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Deutsche Börse kämpft

Börsen Deutsche Börse kämpft

Die Insiderermittlungen gegen Konzernchef Carsten Kengeter bleiben das bestimmende Thema bei der Deutschen Börse. Die Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal an diesem Donnerstagabend rückt in den Hintergrund.

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Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse AG Carsten Kengeter.

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Frankfurt/Main. Denn zuvor kommt der Aufsichtsrat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen.

Dabei soll es dem Vernehmen nach um den Anfang der Woche geplatzten Deal mit der Staatsanwaltschaft gehen, die Ermittlungen zu einem millionenschweren Aktiengeschäft gegen Geldauflage einzustellen. Somit geht es auch um Kengeters berufliche Zukunft: Der Drei-Jahres-Vertrag des Managers läuft Ende März 2018 aus.

Die Ermittler werfen Kengeter vor, schon im Sommer 2015 mit der Führung der Londoner Börse LSE Gespräche über einen Zusammenschluss geführt und das lukrative Aktiengeschäft in diesem Wissen getätigt zu haben. Der Fusionsplan ist inzwischen gescheitert.

Den Vorwurf des Insiderhandels wiesen der Konzern und Kengeter zurück. Doch das Verfahren bindet seit Monaten Kapazitäten, die das Management gut fürs Tagesgeschäft brauchen könnte. Denn ein ruhiger Handel an den Märkten macht auch den Börsenbetreibern zu schaffen.

Für das dritte Quartal rechnen Analysten im Schnitt mit Nettoerlösen von rund 587 Millionen Euro - etwa fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gegenüber den drei Prozent Zuwachs im ersten Halbjahr wäre das zwar ein Fortschritt. Unklar ist aber, ob die Börse ihr Wachstumsziel von fünf bis zehn Prozent im Gesamtjahr noch halten kann. Auch beim Gewinn hinkt der Konzern bisher eigenen Planungen hinterher.

dpa

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