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Deutsche Bank will Großkundengeschäft ausbauen

Banken Deutsche Bank will Großkundengeschäft ausbauen

Die Deutsche Bank will im Zuge des Umbaus wieder stärker auf Großinvestoren setzen. "Wir werden unser Großkundengeschäft in Deutschland verstärken, wir stellen bereits neue Mitarbeiter ein", sagte Vorstandschef John Cryan der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag).

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Vorstandschef John Cryan steht vor dem Deutsche Bank-Logo.

Quelle: Boris Roessler/ Archiv

Frankfurt/Main. Er betonte: "Die Deutsche Bank ist von ihrer Gründung an eine Bank für Unternehmen gewesen. Das ist unser Kern."

Als Nachfolger von Anshu Jain krempelt Cryan seit seinem Amtsantritt am 1. Juli 2015 als Co-Chef die Bank stark um. Nach der Hauptversammlung an diesem Donnerstag (19.5.) übernimmt er die alleinige Führung des Dax-Konzerns, Co-Chef Jürgen Fitschen scheidet aus.

Nach dem Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro im vergangenen Jahr will das neue Management die Bank unter anderem mit einem harten Sparprogramm wieder auf Kurs bringen. Dazu sollen allein in Deutschland 4000 Arbeitsplätze gestrichen und rund 220 Filialen geschlossen werden. Belegschaftsvertreter warnen aber, dass sich der von Cryan angepeilte Zeitplan verzögern könnte.

"Vor Ende Juni rechne ich nicht damit, dass die Umsetzung beginnen kann, vielleicht wird es sogar später", sagte der Chef der Bankangestellten-Gewerkschaft DBV, Stephan Szukalski, der "SZ". Das geplante Konzept mit Beratungscentern, die auch zu Randzeiten erreichbar sind, sei mit den bestehenden Tarifverträgen "nicht umsetzbar". Vorgesehen ist bisher, dass die Schließung der Standorte im zweiten Halbjahr beginnt.

Wie die "SZ" weiter schreibt, soll auch der bisherige Werbespruch "Leistung aus Leidenschaft" gestrichen werden, möglicherweise sogar ersatzlos. Die Deutsche Bank war zunächst nicht für eine Bestätigung zu erreichen.

dpa

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