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Deutsche Bank sah Risiken nach Breuer-Interview zu Kirch

Prozesse Deutsche Bank sah Risiken nach Breuer-Interview zu Kirch

Die Deutsche Bank hat 2002 schon kurz nach dem Interview ihres damaligen Vorstandschefs Rolf Breuer berechtigte Schadenersatz-Forderungen der Kirch-Gruppe nicht ausgeschlossen.

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Logo an der Zentrale der Deutscher Bank in Frankfurt am Main.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

München. Im Münchner Prozess gegen den heutigen Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen, seine Vorgänger Josef Ackermann und Breuer sowie weitere ehemalige Bankmanager sagte der frühere Deutsche-Bank-Jurist Manfred Obermüller am Dienstag, man habe schon im Frühjahr 2002 gewisse Risiken gesehen.

Breuer hatte kurz vor der Pleite der Kirch-Gruppe 2002 in einem Interview bezweifelt, dass Kirch frische Bankenkredite erhalten werde. Kirch hatte daraufhin Schadenerstatzansprüche bei der Deutschen Bank angemeldet. Obermüller sagte, die Bankjuristen hätten damals bezweifelt, dass Kirch durch das Interview ein Schaden entstanden sei. Aber sie hätten gewisse Risiken wegen einer möglichen Verletzung des Bankgeheimnisses und von Pflichten aus einem Kreditvertrag mit Kirch gesehen.

Fitschen, Ackermann, Breuer, Ex-Vorstand Tessen von Heydebreck und der ehemalige Aufsichtsratschef Clemens Börsig stehen seit April vor dem Landgericht München. Die Anklage wirft ihnen vor, vor vier Jahren im Zivilprozess um Schadenersatzforderungen für die Pleite der Kirch-Gruppe das Oberlandesgericht München durch Falschaussagen getäuscht zu haben. Die Angeklagten haben das zurückgewiesen.

dpa

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