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Deutsche Bank informiert im zweiten Quartal über weitere Strategie

Banken Deutsche Bank informiert im zweiten Quartal über weitere Strategie

Die Deutsche Bank will im zweiten Quartal eine neue Strategie gegen ihre zuletzt schwache Geschäftslage vorlegen. Das geht aus einer E-Mail der Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen an die Mitarbeiter des Konzerns vom Montag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur als Kopie vorlag.

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Co-Chefs der Deutschen Bank, Fitschen (links) und Jain.

Quelle: B. Roessler/Archiv

Frankfurt/Main. Daher verschiebt sich auch der sonst übliche Termin der Jahrespressekonferenz ins zweite Quartal. Die vorläufige Bilanz des Jahres 2014 will der Dax-Konzern am 29. Januar in einer Telefonkonferenz erläutern.

Die im September 2012 präsentierte "Strategie 2015+" läuft in diesem Jahr aus. "Der Vorstand arbeitet intensiv an der nächsten Phase unserer Strategie", schreibt das Führungsduo. Seit ihrem Amtsantritt im Juni 2012 versuchen Jain und Fitschen, mit einem harten Sparprogramm gegen sinkende Einnahmen und zunehmende Belastungen aus immer strengeren Regeln der Aufsichtsbehörden zu steuern. Bis Ende 2015 sollen die Kosten um 4,5 Milliarden Euro gedrückt werden.

Zu Inhalten der neuen Strategie äußern sich die Co-Chefs in ihrer E-Mail nicht. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, auch die erst vor wenigen Jahren übernommene Postbank könnte auf den Prüfstand kommen. Die Deutsche Bank hatte solche Spekulationen als "unverantwortlich" bezeichnet.

"Das vergangene Jahr war geprägt von großen Veränderungen für unsere Branche und für uns als Deutsche Bank", schreiben Jain und Fitschen. "Gemischte Aussichten für das Wirtschaftswachstum in Europa, niedrige Zinsen und Änderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen gehörten zu den Faktoren, die für uns eine Herausforderung darstellten und dies voraussichtlich auch bleiben werden."

Die Bilanz für das Jahr 2014 wird zunächst nur sehr vorläufigen Charakter haben, da die Deutsche Bank noch auf einen Vergleich mit amerikanischen und britischen Behörden im Libor-Skandal um manipulierte Zinssätze wartet. Sollten die Zahlungen über den bislang gebildeten Rückstellungen liegen, müsste das Institut dies als weitere Belastung verbuchen. Um diese Verluste in die Bilanz für 2014 einarbeiten zu können, müsste ein Vergleich bis etwa Mitte März stehen, wie Finanzvorstand Stefan Krause im November erklärt hatte.

Den endgültigen Jahresabschluss will die Deutsche Bank am 24. März vorlegen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bank ihre vorläufigen Jahreszahlen nach unten korrigieren müssen, nachdem sie den jahrelangen Rechtsstreit um die Pleite des Kirch-Medien-Konzerns mit einem gut 900 Millionen Euro schweren Vergleich Mitte Februar gelöst hatte. Unter dem Strich wies die Deutsche Bank schließlich für 2013 einen nach eigener Einschätzung "unbefriedigenden" Gewinn von 681 Millionen Euro aus. In den ersten neun Monaten 2014 verdiente das Institut knapp 1,3 Milliarden Euro und damit fast 40 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2013.

dpa

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