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Deutsche-Bank-Chefs kritisieren Bundesregierung

Banken Deutsche-Bank-Chefs kritisieren Bundesregierung

Die Führung der Deutschen Bank macht für das Misstrauen an den Märkten gegenüber dem Geldhaus den Gesetzgeber und laufende Rechtsstreitigkeiten mitverantwortlich.

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John Cryan, Co-Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank.

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Frankfurt/Main. Ein im vergangenen Jahr verabschiedetes Gesetz, mit dem die neuen Haftungsregeln für Anleihegläubiger umgesetzt worden seien, spiele eine Rolle, sagten die beiden Chefs John Cryan und Jürgen Fitschen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ/Montagausgabe). Cryan kritisierte die Regierung: "Sie hat zwar damit das Problem des Haftungskapitals gelöst, aber andere Probleme geschaffen."

Weil die klassischen Anleihen deutscher Banken künftig in einer Schieflage zur Abdeckung von Verlusten herangezogen werden können, stufen Ratingagenturen diese Titel als riskanter ein. Das sei bislang nur in Deutschland so, "was uns international zu einem Sonderfall" mache, sagte Cryan der Zeitung. Die deutsche Rechnungslegung sei ausländischen Investoren nicht geläufig. Er räumte ein, dass es der Bank nicht gelungen sei, "die sehr technischen Aspekte klar und deutlich zu kommunizieren". Die größten Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sieht Cryan in den USA.

Anfang Februar war der Druck auf die Deutsche Bank am Aktien- und Anleihemarkt so groß geworden, dass sich das Institut zu einem ungewöhnlichen Schritt genötigt sah: Die Bank versicherte in einer Pflichtmitteilung, dass sie genügend Geld habe, um ihre Schulden am Anleihemarkt bezahlen zu können.

dpa

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