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Chinesische Touristen strömen nach Hessen: Dauert der Boom?

Tourismus Chinesische Touristen strömen nach Hessen: Dauert der Boom?

Chinesische Gäste haben besonders kräftig zum Tourismusboom in Hessen im ersten Halbjahr 2015 beigetragen. Während die Zahl der Auslandsgäste insgesamt um 9,5 Prozent stieg, kamen fast 60 Prozent mehr Chinesen als im ersten Halbjahr 2014. Nach Angaben der Hessen-Agentur vom Dienstag in Wiesbaden wurden 137 500 Touristen aus dem Reich der Mitte gezählt.

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Ein Gruppe chinesischer Touristen besichtigt am den Römerberg in Frankfurt.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Wiesbaden. Sie verbrachten 230 860 Nächte in hessischen Gästebetten - auch dies ein Plus von 43,5 Prozent.

Die Chinesen schlossen damit zu den wichtigsten Herkunftsländern für den Tourismus in Hessen auf. An der Spitze lagen die US-Amerikaner mit 366 470 Übernachtungen, gefolgt von Niederländern (254 000) und Briten (236 600).

In die Freude über mehr Gäste aus China mischten sich Befürchtungen, dass wirtschaftliche Turbulenzen deren Reiselust bald wieder dämpfen könnten. Bislang habe Hessen vom relativ schwachen Euro profitiert, der Reisen erschwinglich mache, sagte der Geschäftsführer der Hessen-Agentur, Folke Mühlhölzer. China habe aber zuletzt seine Währung abgewertet. Damit stiegen die Preise für die chinesische Mittelschicht, die Auslandsreisen gerade erst für sich entdeckt habe. In den vergangenen Tagen waren auch die Aktienkurse an den chinesischen Börsen eingebrochen.

dpa

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