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Bundesbank lässt ihre Vorgeschichte durchleuchten

Bundesbank Bundesbank lässt ihre Vorgeschichte durchleuchten

Die Deutsche Bundesbank lässt 60 Jahre nach ihrer Gründung ihre Vorgeschichte im Zweiten Weltkrieg und in den Nachkriegsjahren durchleuchten. Die Zentralbank hat nach Angaben vom Freitag eine umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte der Reichsbank sowie der frühen Bundesbank in Auftrag gegeben.

Frankfurt/Main. Das auf vier Jahre angelegte Projekt soll den Zeitraum 1923 bis 1969 unter wirtschafts-, sozial- und kulturgeschichtlichen Aspekten untersuchen. Ein besonderer Fokus soll auf dem Wirken der Reichsbank im Nationalsozialismus liegen.

Geleitet und fachlich verantwortet wird das Forschungsprojekt gemeinsam vom Leiter der wirtschaftshistorischen Fakultät der London School of Economics, Professor Albrecht Ritschl, sowie dem stellvertretenden Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München, Professor Magnus Brechtken.

Der Untersuchungszeitraum beginnt 1923/24 mit der Stabilisierung der neuen Währung nach der Hyperinflation und dem Amtsantritt Hjalmar Schachts als Reichsbankpräsident und endet im Jahr 1969, als mit Karl Blessing der letzte Bundesbankpräsident aus dem Amt schied, der zum engsten Mitarbeiterkreis um Hjalmar Schacht gehört hatte.

Die Bundesbank nahm am 1. August 1957 in Frankfurt ihre Arbeit als Zentralbank für die Bundesrepublik Deutschland auf. Sie trat an die Stelle der Bank deutscher Länder, die nach dem Zweiten Weltkrieg durch die alliierten Militärregierungsgesetze als Spitzeninstitut des westdeutschen Zentralbanksystems errichtet worden war.

Vier Jahrzehnte sorgte die Bundesbank für die Stabilität der D-Mark. Seit Einführung des Euro wirkt der Bundesbank-Präsident im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) an den geldpolitischen Entscheidungen im Euroraum mit. Zudem überwacht die Bundesbank mit der Bafin etwa 1500 Geldhäuser in Deutschland, verwaltet die deutschen Goldreserven und versorgt Handel und Banken mit Bargeld.

dpa

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