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Begrenzte Entsorgungsmöglichkeiten: K+S setzt Produktion aus

Bergbau Begrenzte Entsorgungsmöglichkeiten: K+S setzt Produktion aus

Mangels Möglichkeiten zur Salzabwasserentsorgung drosselt der Düngemittel- und Salzproduzent K+S die Kaliproduktion. An den Standorten Hattorf (Kreis Hersfeld-Rotenburg) und Unterbreizbach (Wartburgkreis) müsse die Produktion vom kommenden Dienstag vorübergehend ausgesetzt werden, teilte das Dax-Unternehmen am Freitag Kassel mit.

Kassel. Die rund 1750 betroffenen Mitarbeiter sollen nun zunächst ihre Arbeitszeitkonten sowie Resturlaub abbauen.

Grund für die Entscheidung sei die fortdauernde Prüfung durch das Regierungspräsidium (RP) Kassel, ob eine Genehmigung zur Entsorgung von Salzabwasser verlängert wird. Damit stehe vom 1. Dezember 2015 an die Werra als einziger Entsorgungsweg für die Salzabwässer des Werkes Werra zur Verfügung. Bisher kann dafür auch die Versenkung im Erdboden genutzt werden.

Wegen der aktuellen Wasserführung des Flusses seien die Möglichkeiten zur Salzabwasserentsorgung nur eingeschränkt möglich. Die Vollauslastung aller Standorte des Werkes sei somit nicht möglich, teilte K+S mit.

Das Unternehmen setzt weiter auf eine Übergangslösung. Am Dienstag hatte Regierungspräsident Walter Lübcke gesagt: "Derzeit prüfen wir, in welchem Rahmen eine streng befristete Übergangserlaubnis mit deutlich verringerten Versenkmengen möglich wäre."

K+S rechnet nach eigenen Angaben derzeit nur in Einzelfällen mit Auswirkungen auf die Belieferung der Kunden. Auch der angepeilte operative Jahresgewinn der Gruppe dürfte "unberührt bleiben".

dpa

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