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Auch Rheingau fürchtet Kirschessigfliege

Agrar Auch Rheingau fürchtet Kirschessigfliege

Die Kirschessigfliege ist auch für den Rheingau nach Einschätzung der Winzer eine große Bedrohung. "Wir wissen nicht, wie der Schädling vorankommt", sagte der Präsident des Rheingauer Weinbauverbands, Peter Seyffardt, am Mittwoch in Eltville der Nachrichtenagentur dpa.

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Die Kirschessigfliege befällt vor allem rote Reben.

Quelle: F. von Erichsen/Archiv

Eltville. Es gebe auch fast keine Möglichkeiten zur Bekämpfung der aus Asien stammenden Fliege.

Bei ganz frühen Rotweinsorten habe es bereits hohe Ausfälle gegeben. Für den (roten) Spätburgunder könnten aber noch keine Aussagen getroffen werden. Generell habe der Rheingau aber den Vorteil, dass dort überwiegend der weiße Riesling angebaut wird, stellte Seyffardt fest. Die Kirschessigfliege befällt nach bisherigen Erkenntnissen vor allem rote Reben. Der Anteil von Spätburgunder im Rheingau liegt bei rund 15 Prozent.

Die am 27. September anlaufende Riesling-Ernte stellt die Winzer nach den Worten Seyffardts vor eine große Herausforderung - nicht wegen der Fliege, sondern wegen des Wassers, das sich durch den vielen Regen im August in den Trauben angesammelt hat. Dies könne wie im Vorjahr zur Fäulnis führen. "Die Winzer müssen die Weinberge genau beobachten." Die Ernte könne sich deshalb beschleunigen.

Der Klimawandel erfordere vom Winzer eine immer größere Flexibilität, sagte Seyffardt. Was die Riesling-Qualität angeht, ist der Weinbaupräsident noch optimistisch. Entscheidend sei das Wetter in den kommenden Wochen. Derzeit sehe es für den Jahrgang aber ganz gut aus.

dpa

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