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Anklage gegen Deutsche-Bank-Manager: Justiz will keine Hängepartie

Banken Anklage gegen Deutsche-Bank-Manager: Justiz will keine Hängepartie

Trotz einer möglichen Beförderung will der zuständige Richter die Entscheidung über die Anklage gegen den Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, und mehrere frühere Spitzenmanager der Bank so schnell wie möglich treffen.

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Jürgen Fitschen, Co-Chef der Deutschen Bank.

Quelle: Kay Nietfeld/Archiv

München/Frankfurt. Richter Peter Noll habe sich entschlossen, über die Zulassung der Anklage wegen versuchten Betrugs im Kirch-Prozess trotz seines geplanten Wechsels an das Oberlandesgericht noch selbst zu entscheiden, sagte eine Gerichtssprecherin am Montag in München und bestätigte damit Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Montag). Sofern Noll die Anklage zulässt, könnte dann bereits im Mai oder Juni ein Prozess beginnen.

Die Staatsanwaltschaft hatte Fitschen und seine Vorgänger Josef Ackermann und Rolf Breuer sowie zwei weiter Ex-Manager der Deutschen Bank im August wegen versuchten Betrugs angeklagt. Sie geht davon aus, dass die Manager mit falschen Angaben vor Gericht Schadenersatzzahlungen an die Erben des verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch verhindern wollten. Die Angeklagten hatten diesen Verdacht zurückgewiesen.

Sollte es zum Prozess kommen, darf Noll diesen selbst zu Ende führen - auch wenn er während der Verhandlung an das Oberlandsgericht versetzt wird. Auf diese Lösung hat sich die Justiz verständigt, um eine monatelange Hängepartie für die Angeklagten zu vermeiden. Noll hatte sich um eine Beförderung an das Oberlandesgericht beworben, konkurriert aber mit einem anderen Juristen um den Posten. Wer von den beiden sich durchsetzt, muss das Verwaltungsgericht entscheiden.

dpa

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