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Zusammenstöße bei Protesten gegen Pegida-Ableger in Frankfurt

Demonstrationen Zusammenstöße bei Protesten gegen Pegida-Ableger in Frankfurt

Bei massiven Protesten gegen die rechte Kundgebung eines Pegida-Ablegers in Frankfurt sind mehrere Menschen verletzt und zahlreiche Demonstranten festgenommen worden.

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Auseinandersetzungen zwischen Gegendemonstranten und der Polizei.

Quelle: Boris Roessler

Frankfurt/Main. Fünf Beamte und vier Teilnehmer erlitten bei Zusammenstößen am Samstag Verletzungen, wie die Polizei am Sonntag berichtete.

Rund 2000 Menschen hatten sich dem Aufzug von etwa 250 Islamgegnern, Nationalisten und Hooligans entgegengestellt - es war die erste größere Veranstaltung des Pegida-Ablegers "Widerstand Ost/West". Einige Tausend Polizisten aus mehreren Bundesländern waren im Einsatz, um beide Seiten voneinander zu trennen. Ursprünglich hatte die Polizei rund 500 Teilnehmer aus der rechten Szene und bis zu 10 000 Gegendemonstranten erwartet.

11 der Festgenommenen rechneten die Beamten dem Umfeld der Initiative "Widerstand Ost/West" zu, 19 den Gegendemonstranten. In den meisten Fällen sei es um Körperverletzungsdelikte gegangen, sagte ein Polizeisprecher.

Am Hauptbahnhof und an den Polizeisperren rund um den zentralen Roßmarkt in Frankfurt kam es wiederholt zu Zusammenstößen zwischen teilweise vermummten Mitgliedern von linken Gruppen und Einsatzkräften. Eier und Tomaten wurden geworfen, Böller und Rauchkerzen gezündet. Die Polizei verstärkte ihre Absperrungen mit Wasserwerfern und Hunden.

Die Anhänger des "Widerstands Ost/West" wurden nach der Ankunft am Ort ihrer Kundgebung nach Waffen durchsucht. Die Anmelderin der Versammlung, Esther Seitz, sagte mit Blick auf rechte Hooligans wie die "Berserker" aus Pforzheim: "Ich freue mich, so viele Hools zu sehen - ihr seid als erste aufgestanden." Der Münchener Islamgegner Michael Stürzenberger sagte, wenn Hooligans sich Schlägereien mit Anhängern gegnerischer Fußballvereine lieferten, dann sei das "Sport, fairer Kampf Mann gegen Mann, da ist überhaupt nichts dagegen zu sagen".

An einer Protestkundgebung des Frankfurter Römerbergbündnisses, dem unter anderem Gewerkschaften und die beiden großen christlichen Kirchen angehören, nahmen mehrere Hundert Menschen teil. Der Geschäftsführer von Pro Asyl, Günter Burkhardt, sagte, seit dem Aufkommen der Pegida-Bewegung im Herbst vergangenen Jahres versuchten Rechtsextremisten, sich einen Platz in der Mitte der Gesellschaft zu verschaffen. "Das ist die schleichende Gefahr."

dpa

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