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Yozgat-Anwalt: Opferfamilie hofft "endlich auf Transparenz"

Extremismus Yozgat-Anwalt: Opferfamilie hofft "endlich auf Transparenz"

Die Familie des NSU-Opfers Halit Yozgat erwartet, dass Hessens Behörden im Untersuchungsausschuss des Landtags "endlich Transparenz herstellen". Der Anwalt der Familie wirft dem Verfassungsschutz vor, die Aufklärung des Falls blockiert zu haben.

Wiesbaden. Immer noch halte die Behörde Akten unter Verschluss, sagte Alexander Kienzle der Nachrichtenagentur dpa. "Der Wiesbadener U-Ausschuss hat jetzt die Chance, darauf zuzugreifen."

Der Anwalt wies darauf hin, dass im Münchner NSU-Prozess in den vergangenen Monaten hessische Verfassungsschützer durch "massive Erinnerungslücken" aufgefallen seien. Der 21-jährige Yozgat ist im April 2006 in seinem Internetcafé in Kassel mutmaßlich vom NSU (Nationalsozialistischen Untergrund) erschossen worden. Anwesend am Tatort war kurz vor oder während der Tat auch ein Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes, angeblich zufällig.

Der Untersuchungsausschuss in Wiesbaden hat sich im Juli konstituiert. Die NSU-Terrorzelle ist vor genau drei Jahren (4. November) aufgeflogen.

dpa

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