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"Wir sind Kirche" setzt nach Synode auf Papst Franziskus

Kirche "Wir sind Kirche" setzt nach Synode auf Papst Franziskus

Nach der Familiensynode der katholischen Kirche in Rom setzt die Bewegung "Wir sind Kirche" auf den Reformwillen von Papst Franziskus. "Alle Hoffnung, aber auch Verantwortung liegt auf dem Papst", sagte Sprecher Christian Weisner in Hofheim am Taunus.

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Christian Weisner ist Sprecher der Bewegung «Wir sind Kirche».

Quelle: Armin Weigel/Archiv

Hofheim. Dort war am Sonntag die 37. Bundesversammlung der Bewegung zu Ende gegangen. Er hoffe darauf, dass Franziskus im Reformprozess "entschieden vorangehe", sagte Weisner.

Insgesamt hatte sich "Wir sind Kirche" enttäuscht über die Erklärung von Rom gezeigt. Es habe sich lediglich ein kleiner Türspalt geöffnet. "Die Synodalität hat noch nicht geklappt", konstatierte Weisner. Die Synode habe deutlich gemacht, dass die kulturellen Unterschiede zwischen den verschiedenen Teilen der Welt trotz eines gemeinsamen Glaubens groß seien. Weisner forderte "weniger Zentralität". Dafür müssten sich auch die deutschen Bischöfe einsetzen.

Die Bischofssynode in Rom hatte sich unter anderem mit Familienpolitik, Alleinstehenden und auch dem Scheitern einer Ehe befasst. Wiederverheiratete Geschiedene sollen nun stärker in die christliche Gemeinschaft integriert werden. Die Priester müssen aber jeden Fall einzeln beurteilen. Bisher sind betroffene Katholiken grundsätzlich von der Kommunion ausgeschlossen.

"Wir sind Kirche" ging aus dem 1995 in Österreich initiierten Kirchenvolks-Begehren hervor und setzt sich für eine Erneuerung der römisch-katholischen Kirche auf der Basis des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ein. Sie versteht sich als eine offene, innerkirchliche Reformbewegung, in der sich Laien, Ordensleute und Priester gemeinsam engagieren.

dpa

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