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Windräder und Weltkulturerbe: Stadt bleibt bei Projekt

Energie Windräder und Weltkulturerbe: Stadt bleibt bei Projekt

Im Streit um den geplanten Bau von Windrädern am Mittelrhein hält die Stadt Lorch am Projekt fest. "Ich bin dabei, ein Landesgesetz umzusetzen", sagte Bürgermeister Jürgen Helbing (CDU) der Deutschen Presse-Agentur.

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Eine Mohnblüte, die unter einem Windrad steht.

Quelle: Frank Rumpenhorst/Archiv

Lorch. Der Energiekonzern EnBW will vier Windräder in der Pufferzone des oberen Mittelrheintals bauen, das zum Weltkulturerbe gehört. Die Landesplanung erlaubt dies, sieht aber eine Einzelfallprüfung vor.

Gegen das Projekt hat neben einer Bürgerinitiative im Rheingau auch die deutsche Unesco-Kommission starke Bedenken. Sie sieht den Welterbestatus in Gefahr. Rheinland-Pfalz ist ebenfalls gegen das Vorhaben.

Die Regierungen in Wiesbaden und Mainz haben sich zusammen mit der Stadt Lorch auf ein neues Gutachten geeinigt, das die Sichtachsen der Windräder nochmals untersuchen soll. Unter Berücksichtigung der Unesco-Kriterien hat es der Betreiber EnBW in Auftrag gegeben. Das Gutachten solle bald vorliegen, sagte Helbing. Außerdem steht noch ein Gutachten zum Vogelschutz aus.

Die Stadt Lorch, die unter dem finanziellen Schutzschirm des Landes Hessen steht, erhofft sich vom Windpark Pachteinnahmen von jährlich 300 000 Euro.

dpa

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