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Windrad-Standorte: Kommunen an Pachteinnahmen beteiligt

Umwelt Windrad-Standorte: Kommunen an Pachteinnahmen beteiligt

Wenn sich Windräder direkt vor der Haustür drehen, kann die Akzeptanz für erneuerbare Energie schon einmal sinken. Die Landesregierung will dem Groll mit Extra-Geld begegnen.

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Die Landesregierung beteiligt Kommunen an Pachteinnahmen für Windrad-Standorte.

Quelle: J. Büttner

Wiesbaden. Kommunen in direkter Nachbarschaft zu einer Windenergieanlage im hessischen Staatswald sollen künftig an den Pachteinnahmen des Landes beteiligt werden. Wie das Umweltministerium in Wiesbaden am Donnerstag ankündigte, werde zusätzlich ein spezieller Fördertopf für Nachbarkommunen von Windkrafträdern geschaffen. Auf beiden Wegen fließen den Angaben zufolge jährlich rund 1,2 Millionen Euro an die Städte und Gemeinden. "Das entspricht in etwa den Gewinnen, die das Land mit Windenergie im Staatsforst macht", erklärte Umweltministerin Priska Hinz (Grüne).

Der neue Fördertopf sei für Klimaschutzprojekte in Kommunen gedacht, auf deren Gemarkung eine Windenergieanlage steht, sowie deren Nachbarn. Denkbar sei beispielsweise, das Geld in Aufklärungsarbeit, die Entsiegelung öffentlicher Flächen oder die Begrünung von Dächern und Fassaden zu stecken. Kommunen in direkter Nachbarschaft zu einer Windenergieanlage im Staatswald können künftig von den Pachteinnahmen profitieren, die das Land für die Stellplätze erhält. 20 Prozent dieser Einnahmen sollen auf die antragsberechtigten Kommunen verteilt werden.

Die Regierungsfraktionen im Landtag erhoffen sich davon mehr Akzeptanz für erneuerbare Energie vor Ort. Aus der Pacht im Staatswald seien jedoch gerade im Anfangsstadium keine hohen Summen zu erwarten, hieß es von der CDU. Daher gebe es das zusätzliche Förderprogramm für Klimaschutzprojekte. Die SPD-Fraktion kritisierte das Vorhaben als "halbherzig". Nach einem Vorschlag der Opposition sollten die Kommunen mit 30 Prozent von den Windpachteinnahmen des Landes profitieren.

dpa

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