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"Wild gewordene" Ministerin: Landtag streitet über Jagdverordnung

Landtag "Wild gewordene" Ministerin: Landtag streitet über Jagdverordnung

Die Jagd gilt stets als hochemotionales Thema. Eine Schonzeit für Füchse und ein Schießverbot auf Tiere, die teils auf der "Roten Liste" stehen, haben auch Hessens Landtag in Wallung gebracht.

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Jäger in Hessen sind gegen die neue Jagdverordnung.

Quelle: Patrick Pleul/Archiv

Wiesbaden. Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) hat die geplante neue Jagdverordnung in Hessen als "guten Kompromiss" verteidigt. Es gehe um einen Ausgleich der Interessen zwischen Tierschutz und Jägern, sagte die Grünen-Politikerin am Mittwoch im Landtag und wies zugleich Angriffe aus der Jägerschaft und der Opposition als unsachlich zurück. Die FDP hatte - mit Unterstützung der SPD - Hinz einen "Angriff auf die Privatjagd" vorgeworfen.

Die neue Verordnung, zu der bis Ende des Monats noch die Verbände angehört werden, sieht erstmals Schonzeiten für Füchse vor. Graugänse sollen gar nicht mehr bejagt werden. Dies gilt auch für Baummarder, Iltis, Hermelin und Mauswiesel, die zu den bedrohten Tierarten zählen. Entsprechende Verordnungen in anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz seien noch weit restriktiver, sagte Hinz. Die Zeit für die Bejagung von Rotwild sei in Hessen sogar ausgeweitet worden.

FDP-Fraktionschef Florian Rentsch warf der "politisch wild gewordenen" Umweltministerin vor, sie wolle mit Hilfe des Tierschutzes das Jagdrecht "unterjochen". Hinz wolle mit dem "Kopf durch die Wand", pflichtete der SPD-Abgeordnete Heinz Lotz den Liberalen bei. Auch Jäger spielten eine große Rolle im Naturschutz. Die Linke-Abgeordnete Marjana Schott gab dagegeben zu bedenken, dass das Töten von Tieren nur "ein notwendiges Übel" sein dürfe.

Die mit den Grünen regierende CDU wies ebenfalls die Vorwürfe zurück, die neue Verordnung sei "ideologisch" geprägt. Richtschnur für Schon- und Jagdzeiten seien wissenschaftliche Erkenntnisse, sagte der Abgeordnete Walter Arnold.

dpa

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