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Vorsorgeuntersuchungen für Kinder "unverzichtbar"

Gesundheit Vorsorgeuntersuchungen für Kinder "unverzichtbar"

Die verpflichtenden Vorsorgeuntersuchungen für Kinder in Hessen haben sich aus Sicht der Landesregierung bewährt. Im vergangenen Jahr seien 375 500 Kinder zu den Untersuchungen eingeladen worden.

Wiesbaden. Nach Angaben des Sozialministeriums musste nur in etwa fünf Prozent der Fälle das örtliche Jugendamt informiert werden, weil Eltern der Pflicht zunächst nicht nachkamen. Einschließlich Nachmeldungen werden mehr als 98 Prozent der Kinder untersucht, schätzt das Kinderversorgungszentrum der Universität Frankfurt.

Das 2007 beschlossene Gesetz sei ein "unverzichtbarer Baustein der Kinderschutzmaßnahmen in Hessen", sagte Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Verpflichtend sind die Untersuchungen U1 bis U9, die ein Jahr vor der Einschulung liegt. Entwicklungsrückstände oder bestehende Krankheiten von Kindern sollen so frühzeitig erkannt werden.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) will die Vorsorgeuntersuchungen weiter ausweiten. Mit einem neuen Präventionsgesetz plant er, die Untersuchungen künftig sogar bis zum 18. Lebensjahr möglich zu machen. Die regelmäßige Teilnahme sei jedoch nur "wünschenswert" und nicht vorgeschrieben.

dpa

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