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Verkehrsminister Al-Wazir: Bund vernachlässigt Regionalverkehr

Verkehr Verkehrsminister Al-Wazir: Bund vernachlässigt Regionalverkehr

Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) wirft der Bundesregierung vor, den öffentlichen Regionalverkehr zu vernachlässigen. Die Finanzierung sei Aufgabe des Bundes, aber nun plane der Bundesfinanzminister die Kappung der ohnehin zu geringen Erhöhung der Mittel um 1,5 Prozent, kritisierte Al-Wazir in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch).

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Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne).

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Frankfurt/Main. "Das sind versteckte Millionenkürzungen."

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) müsse nun womöglich im nächsten Jahr mit der gleichen Summe auskommen, obwohl seine Kosten steigen. "Wir werden das der Bundesregierung nicht durchgehen lassen", sagte Al-Wazir. Würden die Mittel auf dem bisherigen Stand auch für 2016 eingefroren, gebe es für die Verbünde nur zwei Möglichkeiten: "Entweder sie reduzieren ihr Angebot, streichen also Zugverbindungen, oder sie erhöhen deutlich die Fahrpreise. Beides wollen wir nicht."

RMV-Geschäftsführer Knut Ringat hatte kürzlich eine Kürzung des Angebots nicht ausgeschlossen und ausgerechnet, dass der RMV in den nächsten zwei Jahren 60 Millionen Euro weniger vom Bund bekommen könnte, sollten die Pläne verwirklicht werden. Nötig seien aber zusätzliche Mittel, denn in der Rhein-Main-Region mit wachsender Bevölkerung sei der Verkehr ohne Investitionen nicht zu bewältigen.

dpa

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