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Schulen

Verhandlungen zu Schulstruktur ohne greifbares Ergebnis

Die Arbeitsgruppe Schulstruktur des hessischen Bildungsgipfels hat am Montag ohne greifbares Ergebnis offiziell ihre Arbeit beendet. Ein Erfolg der mehrmonatigen Arbeit hänge nun davon ab, wie das Kultusministerium die Diskussion zusammenfasse, sagte der FDP-Abgeordnete Wolfgang Greilich der dpa nach der Sitzung in Wiesbaden.

Wiesbaden. Der Bildungsgipfel, mit dem CDU und Grüne eine auf zehn Jahre stabile Schulpolitik festlegen wollen, soll am 17. Juli beendet werden. Entscheidend wird dabei sein, ob die Arbeitsgruppe I zur Struktur des Schulsystems ein Papier präsentieren kann, zu dem möglichst viele Gipfelteilnehmer stehen. Auch andere Gruppen des Gipfels zu Inklusion, regionaler Bildungsplanung, Berufsbildung und Lehrerausbildung sollen in dieser Woche zum Abschluss kommen.

"Es gibt keine wirkliche Änderung", sagte Landeschef Jochen Nagel von der Lehrergewerkschaft GEW. Die Strukturdiskussion laufe darauf hinaus, das bisherige System festzuschreiben. "Das geht an den Zielen des Bildungsgipfels völlig vorbei." Die GEW werde nichts unterschreiben, was nicht zu mehr sozialer Gerechtigkeit in der Bildung beitrage, kündigte er an.

Den Angaben nach ging es bis zuletzt um die Frage, ob aus Haupt- und Realschulen eine weitere integrierte Schule geschaffen wird. Das hatte die Landesschülervertretung vorgeschlagen. Die Schüler sahen jedoch bei den Politikern wenig Bereitschaft zur Bewegung. "Jeder weiß aber, dass diejenigen beim Völkerball gewinnen, die sich bewegen", twitterte Landesschülersprecherin Fevzije Zeneli. Die neue Schule, die Sekundarschule heißen könnte, ähnelt aber sehr der bereits existierenden Mittelstufenschule.

Vor der Sitzung hatte Greilich die Aussichten des schwarz-grünen Prestigeprojekts gemischt beurteilt. Der grundsätzliche Konflikt zwischen einem gegliederten Schulsystem mit dem Gymnasium als Symbol und einem integrierten System werde nicht gelöst. Der Gipfel drohe nur neue Unruhe in die Schulen zu tragen.

dpa


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