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Verfassungsschutz-Klage: Applaus für Friedensaktivistin

Prozesse Verfassungsschutz-Klage: Applaus für Friedensaktivistin

Mit großem öffentlichen Interesse hat in Kassel der Prozess um eine Klage der Friedensaktivistin Silvia Gingold gegen den hessischen Verfassungsschutz begonnen.

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Silvia Gingold wehrt sich gegen die Sammlung ihrer Daten.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Kassel. Gingold forderte am Dienstag vor dem Verwaltungsgericht, dass der Nachrichtendienst Daten über sie löscht und die Beobachtung ihrer Person einstellt. Sie empfinde die Beobachtung als "Eingriff in meine Persönlichkeitsrechte, die mein Ansehen beschädigt", sagte die 71 Jahre alte Tochter des jüdischen Widerstandskämpfers und Verfolgten des NS-Regimes, Peter Gingold.

Vor dem Prozess hatten unter anderem die Deutsche Kommunistische Partei DKP, die Gewerkschaft GEW und die Partei "Die Linke" zu Solidarität mit Gingold aufgerufen. Viele Zuschauer hatten sich daher am Morgen in den Gerichtssaal gedrängt. Trotz Mahnungen des Richters gab es Applaus für Gingold. Sie steht nach eigenen Angaben seit ihrem 14. Lebensjahr unter Beobachtung. Anlass für neue Beobachtungen waren laut Gingolds Anwalt Lesungen aus der Biografie ihres Vaters bei der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN). Ein Urteil soll nach Entscheidung des Gerichts nicht mehr an diesem Dienstag verkündet werden.

dpa

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