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Verdi weitet Warnstreiks in Hessen aus: Donnerstag am Flughafen

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes lässt die Gewerkschaft Verdi in der kommenden Woche die Muskeln spielen. Gleich an drei Tagen sollen Beschäftigte in Hessen die Arbeit niederlegen, auch im öffentliche Personennahverkehr dürfte es wieder zu Behinderungen kommen.
Öffentlicher Dienst: Verdi erhöht den Druck. März.

Öffentlicher Dienst: Verdi erhöht den Druck. März.

© Uwe Zucchi/Archiv

Frankfurt/Main. Am kommenden Donnerstag weitet die Gewerkschaft die Warnstreiks erstmals auch auf den Frankfurter Flughafen aus. "Es ist davon auszugehen, dass es an diesem Tag zu erheblichen Verzögerungen beim Flugverkehr kommen wird", teilte Verdi am Samstag in Frankfurt mit. An diesem Tag seien die Warnstreiks auf den Flughafen begrenzt.

Hingegen sind am Dienstag und Mittwoch die Beschäftigten von Stadt- und Kreisverwaltungen, Kindertagesstätten, Ver- und Entsorgungsbetrieben, Krankenhäusern und des öffentlichen Personennahverkehrs aufgerufen, die Arbeit ruhen zu lassen. Am Dienstag ist vor allem Mittel- und Südhessen betroffen. Kundgebungen sind den Angaben zufolge in Gießen und Frankfurt geplant.

Am Mittwoch trifft der Arbeitskampf Ost- und Nordhessen. Gleichzeitig sind die Beschäftigten des öffentlichen Personennahverkehrs bundesweit - und damit auch in ganz Hessen - zu Warnstreiks aufgerufen. An diesem Tag werde der Bundesvorsitzende Frank Bsirske auf einer Kundgebung in Kassel sprechen, teilte Verdi mit.

Wie viele Beschäftigte am Donnerstag an Deutschlands wichtigstem Luftverkehr-Drehkreuz die Arbeit niederlegen, konnte eine Verdi-Sprecherin am Samstag nicht sagen. Sie betonte, dass die vom Tarifstreit betroffenen Beschäftigten am Flughafen etwa bei der Feuerwehr oder auch beim Flughafenbetreiber Fraport arbeiten.

Am Freitag waren die Tarifverhandlungen für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen ohne Ergebnis vertagt worden. Der hessische Verdi-Landesbezirksleiter Jürgen Bothner betonte am Samstag laut Mitteilung: "Wir müssen den Druck nochmals erhöhen, da wir bei den Tarifverhandlungen noch nicht weitergekommen sind und in zentralen Fragen weit auseinanderliegen. Die Reaktion der Gewerkschaft kann nicht anders sein." Er erwarte für die neue Warnstreikwelle eine größere Beteiligung als in der vergangenen Woche.

dpa


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