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Verband der Sicherheitswirtschaft: Übliche Vorgaben vernachlässigt

Flüchtlinge Verband der Sicherheitswirtschaft: Übliche Vorgaben vernachlässigt

Im Zusammenhang mit den Flüchtlings-Misshandlungen im nordrhein-westfälischen Burbach hat der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft scharfe Kritik geübt. "Nach dem, was wir bisher wissen, wurden alle Vorgaben, die sonst üblich sind, hier vernachlässigt oder nicht erfüllt", sagte der Hauptgeschäftsführer Harald Olschok am Montag.

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Sicherheitskräfte gehen auf dem Gelände. Foto:Ina Fassbender

Bad Homburg. "Hier hat die Auftragsvergabe durch die öffentlichen Stellen versagt."

Bei der öffentlichen Auftragsvergabe bestimme der Preis generell das Geschäft, sagte er. Für die Arbeit in solchen Einrichtungen, in denen verschiedene Nationalitäten zusammenkommen, brauche man qualifiziertes Personal. "Die Leute müssen deeskalierend ausgebildet sein, die brauchen Grundverständnis von menschlichem Umgang und das kann ich auch zum Mindestlohn nicht erhalten", sagte Olschok.

Vorbestrafte könnten die Tätigkeit als Wachmann oder Wachfrau von der gesetzlichen Grundlage überhaupt nicht ausführen, weil ein Führungszeugnis vorgelegt werden müsse. Allerdings seien die Hürden für ein Gewerbe im Bewachungsbereich "sehr, sehr niedrig". Nach Auskunft von Olschok gibt es in Deutschland rund 4000 private Sicherheitsunternehmen. "Das sind nach unseren Vorstellungen mindestens 3000 zuviel."

dpa

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