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Umbau der Sicherungsverwahrung in der JVA Schwalmstadt bald fertig

Justiz Umbau der Sicherungsverwahrung in der JVA Schwalmstadt bald fertig

Sicherungsverwahrte sitzen oft Jahrzehnte hinter Gittern, da sie nach Verbüßen ihrer Haft weiter als gefährlich eingestuft sind. Voraussichtlich im September soll für sie in der Justizvollzugsanstalt (JVA) im nordhessischen Schwalmstadt eine neue Unterkunft fertiggestellt sein.

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Eva Kühne-Hörmann und der Anstaltsleiter Jörg Bachmann.

Quelle: Uwe Zucchi

Schwalmstadt. Der groß angelegte Umbau sei nötig geworden, weil soch nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts Sicherungsverwahrung und Strafvollzug deutlich voneinander unterscheiden müssten, sagte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) am Montag bei einem Besuch der JVA Schwalmstadt laut Mitteilung.

Voraussichtlich Anfang August soll das Gebäude übergeben werden. Nach einer Testphase sollen die Sicherungsverwahrten dann im Laufe des Septembers einziehen. Mit dem rund 15,5 Millionen teuren Umbau war den Angaben zufolge im Januar 2013 begonnen worden. Die derzeit insgesamt 34 Sicherungsverwahrten sitzen für die Zeit des Umbaus in Südhessen in der JVA Weiterstadt. In Schwalmstadt werden auch die Sicherungsverwahrten aus Thüringen untergebracht.

Das ehemalige Jagdschloss der Landgrafen von Hessen-Kassel wird seit 1842 als Gefängnis genutzt. Auf die 230 Haftplätze kommen derzeit ebenso viele Mitarbeiter. Außer den Sicherungsverwahrten sind in Schwalmstadt noch männliche Straftäter mit Haftstrafen von 24 Monaten bis zu lebenslänglich untergebracht.

Der Bund der Strafvollzugsbediensteten in Hessen (BSBD) kritisierte die Unterbringung von Strafvollzug und Sicherungsverwahrung in einem Gebäude. "Das ist für die Bediensteten eine Herausforderung", sagte die BSBD-Vorsitzende Birgit Kannegießer. Beispielsweise hätten Sicherungsverwahrte mehr Geld zur Verfügung und dürften Elektronik nutzen. Dies könne zu Spannungen mit Strafgefangenen führen, die die Bediensteten ausbaden müssten.

dpa

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