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Trotz Morddrohungen: Landrat eröffnet Radlersonntag

Migration Trotz Morddrohungen: Landrat eröffnet Radlersonntag

Trotz Morddrohungen hat der Landrat des Main-Kinzig-Kreis, Erich Pipa (SPD), in Sinntal den Radlersonntag "Kinzigtal total" eröffnet. Es habe keine Zwischenfälle gegeben, sagte ein Sprecher des Kreises.

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Erich Pipa eröffnet den Radlersonntags "Kinzigtal total".

Quelle: Hendrik Urbin/Archiv

Sinntal. Anfang der Woche hatten anonyme Verfasser die Veranstaltung in einem Drohbrief als "günstige Gelegenheit" bezeichnet, um Pipa "aus dem Weg" zu räumen. Der Landrat stand am Sonntag unter Polizeischutz, er fuhr nicht auf dem Rad mit. Er wurde nach Angaben des Kreissprechers von seiner Frau begleitet, die sonst nicht zu solchen Veranstaltungen mitkomme.

Das Drohschreiben ist unterzeichnet mit "Initiative Heimatschutz Kinzigtal". Polizei und Kreisverwaltung vermuten einen rechtsextremen Hintergrund. Die Verfasser beziehen sich im Schreiben auf eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Schlüchtern. Pipa hatte angekündigt, dort mehr Flüchtlinge im Main-Kinzig-Kreis aufnehmen zu wollen. "Pipa wird sein Programm durchziehen wie geplant. Das ist auch die generelle Strategie", sagte der Sprecher des Kreises.

Der Deutsche Landkreistag stärkte Pipa den Rücken. "Wenn Landräte und Bürgermeister sowie deren Familien bei der Wahrnehmung ihres Amtes bedroht werden, müssen wir dem entschieden entgegentreten", sagte der Präsident des kommunalen Spitzenverbandes, Reinhard Sager. Pipa verdiene Respekt und Unterstützung "für seine couragierte und aufrechte Haltung in der aktuellen Flüchtlingssituation".

dpa

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