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Todesdrohungen gegen Landrat Pipa: Ermittlungen verstärkt

Kriminalität Todesdrohungen gegen Landrat Pipa: Ermittlungen verstärkt

Über ein Jahr nach den ersten Todesdrohungen gegen Main-Kinzig-Landrat Erich Pipa (SPD) werden die Ermittlungen nach den Tätern verstärkt. Der Sachverhalt sei so gravierend, dass die erhobene Strafanzeige weiterhin im Raum stehe.

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Erich Pipa (SPD).

Quelle: Jörn Perske/Archiv

Gelnhausen. "Zudem wurden die Anstrengungen erhöht, um den möglichen Täterkreis einzugrenzen. Auch wurden Spezialisten mit dem Vorgang betraut, um ein genaueres Persönlichkeitsprofil des anonymen Absenders zu erhalten", sagte Pipas Rechtsanwalt Kurt Pitz am Donnerstag in einer Mitteilung.

Pipa erhielt seit Juli 2015 wegen seiner flüchtlingsfreundlichen Haltung wiederholt anonyme Schmähbriefe, in denen er nicht nur übel beschimpft wurde, ihm wurde auch - mutmaßlich von Rechtsextremisten - mit dem Tod gedroht. Auch die anhaltende Bedrohungslage führte dazu, dass der 68-Jährige nicht erneut als Landrat kandidiert.

Pipas Anwalt sagte zum aktuellen Sachstand: "Angesichts der mehrfach übermittelten Drohungen gegen Leib und Leben ist es ein gutes Signal, dass die Staatsanwaltschaft in Hanau und die ermittelnden Behörden hier weiterhin tätig bleiben." Ein mutmaßlicher Täter ist laut Kreisverwaltung noch nicht ausfindig gemacht.

Mittlerweile stieg auch die Belohnung, die zur Ergreifung der Täter führt. 5000 Euro waren es ursprünglich, 12 000 Euro sind mittlerweile ausgelobt - dank zahlreicher Spenden von Privatpersonen.

dpa

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