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Tempo 30 auf Verkehrsachsen: Jetzt hat die Politik das Wort

Verkehr Tempo 30 auf Verkehrsachsen: Jetzt hat die Politik das Wort

Für viele Autofahrer war es ein Ärgernis, für viele Anwohner dagegen ein Segen: Auf vier Hauptverkehrsachsen in Frankfurt galt eineinhalb Jahre lang nachts Tempo 30. Nach dem umstrittenen Modellversuch, der Ende vergangenen Jahres auslief, muss jetzt das Stadtparlament über den möglichen Dauerbetrieb entscheiden.

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Eine Tempo-30-Zone in Frankfurt.

Quelle: Frank Rumpenhorst/Archiv

Frankfurt/Main. Am Dienstag (14.2.) wird sich zunächst der Verkehrsausschuss im Römer (Rathaus) mit dem Pilotversuch beschäftigen. Er wurde wissenschaftlich begleitet - so umfangreich wie noch in Deutschland.

Das Institut LK Argus (Kassel) kommt in seinem mehr als 200 000 Euro teuren Gutachten zum Ergebnis, dass Tempo 30 den Lärm für Anwohner spürbar reduzieren kann. So sei der Schallpegel im Schnitt um etwa drei Dezibel zurückgegangen. Zugleich seien im Verlauf des Versuchs auch die gefahrenen Geschwindigkeiten deutlich reduziert worden.

Der Modellversuch galt für Teile des Anlagen- und Alleenrings, eine große Ausfallstraße (Eschersheimer Landstraße) sowie das nördliche Mainufer. In Frankfurts schwarz-rot-grüner Koalition gibt es großen Dissens über das Projekt. Die CDU ist gegen eine Dauerregelung für Tempo 30 an den drei Hauptverkehrsachsen, die Grünen sind vehement dafür. Die SPD, die den Verkehrsdezernenten stellt, hat sich bisher auch eher ablehnend positioniert.

Rückendeckung für das Projekt kommt vom Land unter Hessens grünem Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. Einer regulären Anordnung stünden keine "zwingenden rechtlichen Hindernisse im Weg". Allerdings müsse die Entscheidung vor Ort fallen.

dpa

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