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Tausende Kinder und Eltern von Erzieher-Warnstreik betroffen

Tarife Tausende Kinder und Eltern von Erzieher-Warnstreik betroffen

Mit einem Warnstreik haben viele Erzieher in kommunalen Kindergärten und Kitas am Mittwoch in Hessen für eine Aufwertung ihrer Arbeit demonstriert. Rund 4000 Beschäftigte beteiligten sich landesweit, wie die Sprecherin der Gewerkschaft Verdi in Hessen, Ute Fritzel, sagte.

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Wegen des Warnstreiks bleiben zahlreiche Kindergärten geschlossen.

Quelle: U.Zucchi

Kassel. Betroffen waren unter anderem Häuser in Kassel, Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Wiesbaden und Gießen sowie in den Kreisen Schwalm-Eder, Main-Kinzig und Offenbach, in der Wetterau sowie in südhessischen Gemeinden.

In Offenbach habe es keine großen Auswirkungen gegeben, weil Eltern vorab informiert worden seien, sagte eine Stadtsprecherin. In Gießen beteiligten sich etwa 350 Menschen an einer Demonstration. Die mittelhessischen Kita-Beschäftigten legten nach Verdi-Angaben flächendeckend ihre Arbeit nieder: 50 Kitas in 15 Kommunen blieben geschlossen. Der Streik richte sich nicht gegen Eltern und Kinder, sondern gegen die Arbeitgeber, sagte ein Sprecher.

Die stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hessen, Maike Wiedwald, sagte, die Erzieher verdienten "für ihre wertvolle tägliche Arbeit" mehr als warme Worte. Die Arbeitgeber kritisierten, Verdi habe bislang mehr gestreikt als verhandelt.

Mit den Arbeitsniederlegungen will Verdi den Druck vor den bundesweiten Tarifgesprächen mit den kommunalen Arbeitgebern erhöhen, die am Donnerstag in Düsseldorf fortgesetzt werden. Die Gewerkschaft fordert eine Neubewertung der Erzieher-Tätigkeit. Verdi will so eine höhere Eingruppierung und damit ein höheres Gehalt erreichen.

Auch Linken-Fraktionschefin Janine Wissler forderte eine Aufwertung des Erzieherberufs in Hessen. Die Anforderungen an die Berufsgruppe stiegen unentwegt, sagte die Oppositionspolitikerin. Die Landesregierung müsse die Bemühungen verstärken, die Sozial- und Erziehungsberufe aufzuwerten. Immer mehr Beschäftigte sähen sich bereits mit drohender Altersarmut konfrontiert.

dpa

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