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Tag der Arbeit: Gewerkschaften fordern Mindestlohn ohne Ausnahmen

Gewerkschaften Tag der Arbeit: Gewerkschaften fordern Mindestlohn ohne Ausnahmen

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai haben sich Gewerkschaften für mehr Ausbildungsplätze sowie einen allgemeinen Mindestlohn ausgesprochen. Nahezu jeder fünfte Hesse im Alter zwischen 20 und 29 Jahren habe keine abgeschlossene Berufsausbildung, sagte der Bezirksvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Hessen-Thüringen, Stefan Körzell, bei der zentralen DGB-Kundgebung Hessens in Marburg am Donnerstag.

Frankfurt/Marburg. Auf dem Frankfurter Römerberg forderte der Hessen-Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, die Einführung eines Mindestlohns ohne Ausnahmen.

"Wir wollen keine Hungerlöhne in Deutschland. Bei der jetzigen Regelung sind Langzeitarbeitslose die Bauernopfer", sagte Bsirske vor mehreren tausend Demonstranten, die Plakate mit Aufschriften wie "Keine Steuergelder für Zockerbanken" und "Rüstungsexporte verbieten" hoch hielten. Weiterhin sprach sich Bsirske für die Abschaffung der strafbefreienden Selbstanzeige für Steuersünder aus.

Insgesamt hatte der DGB in Hessen zu mehr als 50 Kundgebungen zum Thema "Für gute Arbeit und ein soziales Europa" aufgerufen. Bei der Veranstaltung in Melsungen sagt Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel: "Beschäftigte in tarifgebundenen Betrieben haben bessere Arbeitsbedingungen. Wir wollen deshalb den Trend zur Tarifflucht durchbrechen."

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) nahm den Tag der Arbeit zum Anlass, deutschlandweit einheitliche Regelungen zum Schutz von Sonn- und Feiertagen zu fordern. "Es darf kein wirtschaftlicher Standortvorteil sein, wenn ein Bundesland mehr Ladenöffnungen zulässt als ein anderes", sagte die stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf im mittelhessischen Herborn.

dpa

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