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Streit um Leuschner-Medaille: SPD boykottiert Ehrung Merkels

Politik Streit um Leuschner-Medaille: SPD boykottiert Ehrung Merkels

In Hessen sorgt die Ehrung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Wilhelm-Leuschner-Medaille für Streit. Die hessische SPD-Spitze will die Verleihung der höchsten Auszeichnung des Landes am 28. November boykottieren.

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Die SPD kritisiert das Vorhaben der Landesregierung.

Quelle: F. v. Erichsen/Archiv

Wiesbaden. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wolle sich mit der Auszeichnung für die CDU-Bundesvorsitzende in "geliehener Prominenz sonnen", erklärte der SPD-Abgeordnete Günter Rudolph am Freitag auf seiner Facebook-Seite. Bouffier hatte im September verkündet, die Bundeskanzlerin 25 Jahre nach dem Mauerfall wegen ihrer Verdienste für Freiheit und Demokratie zu ehren.

Rudolph erklärte dagegen: "Mit ihrer Wahl wird die Verleihung der Leuschner-Medaille erstmals ins Zwielicht parteipolitischer Überlegungen gezogen." Die Staatskanzlei wies die Kritik zurück. Der angekündigte Boykott sei "ein unwürdiges Schauspiel und nicht nachvollziehbar", sagte Regierungssprecher Michael Bußer.

Üblicherweise wird die Leuschner-Medaille am 1. Dezember, dem Tag der hessischen Verfassung, verliehen. Aus Termingründen der Kanzlerin wird die Ehrung in diesem Jahr vorgezogen. Die Auszeichnung in Gedenken an den hessischen Widerstandskämpfer Wilhelm Leuschner wird seit 1964 verliehen. Sie richtet sich an Persönlichkeiten, die sich herausragend für Demokratie eingesetzt und in vorbildlicher Weise Staat, Kultur und Gesellschaft geprägt haben.

dpa

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