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Steuerzahlerbund vergibt "Spar-Euro" an fünf Kommunen

Kommunen Steuerzahlerbund vergibt "Spar-Euro" an fünf Kommunen

Genugtuung für Mühlheim am Main: Die Stadt im Landkreis Offenbach ist am Dienstag als eine von fünf Gemeinden mit dem "Spar-Euro" ausgezeichnet worden. Der Steuerzahlerbund und der Städte- und Gemeindebund prämieren damit sinnvolle Einsparungen in der Verwaltung und die Förderung ehrenamtlichen Engagements.

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Symbolischer «Spar-Euro» an hessische Kommunen verliehen.

Quelle: A. Burgi/Archiv

Wiesbaden. 2012 hatte der Steuerzahlerbund in seinem Schwarzbuch noch ein besonders krasses Beispiel für Verschwendung in Mühlheim angeprangert: Eine für 6,7 Millionen Euro gebaute Biogasanlage, die bis heute nicht läuft, weil sie nur mit hohen Zuschüssen betrieben werden könnte.

Nun wurde Mühlheim für ein Projekt ausgezeichnet, in dem Ehrenamtliche Flüchtlinge unterstützen. Zudem habe sich die Stadtverwaltung mit kurzen Wegen und klaren Zuständigkeiten gut auf die Flüchtlinge eingestellt, lobte die Jury in Wiesbaden.

Als preiswürdig erachteten die insgesamt sieben Juroren auch die Arbeit des Ehrenamtsbüro in Eltville, das interessierte Bürger und gemeinnützige Organisationen zusammenbringt. Ebenfalls einen "Spar-Euro" erhielten die Gemeinden Bromskirchen und Allendorf/Eder. Die Nachbarorte legen Schritt für Schritt ihre Verwaltung zusammen, etwa die Stadtkasse, das Standesamt oder das Personalwesen.

In der Wetterau wurde die Stadt Bad Nauheim zusammen mit 23 weiteren Kommunen für ihre Kooperation in der Feuerwehrarbeit prämiert. Durch die zentrale Beschaffung und Wartung von Atemschutzmasken sparen die Gemeinden allein beim Einkauf mehr als zwei Millionen Euro.

"Der Spar-Euro soll andere Kommunen zur Nachahmung ermutigen", sagte Joachim Papendick, Landesvorsitzender des Steuerzahlerbundes, bei der Preisverleihung. In Zeiten von Schutzschirm-Verträgen setzten viele Gemeinden dagegen auf höhere Steuern, kritisierte er. Wenn Kommunen wegen Geldmangels ihre Angebote immer stärker reduzieren müssten, sinke die Identifikation der Bürger mit ihrer Gemeinde, warnte Karl-Christian Schelzke, Geschäftsführer des Hessischen Städte- und Gemeindebundes. Das äußere sich unter anderem in niedriger Beteiligung bei Kommunalwahlen.

dpa

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