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Städtetag kritisiert Warnstreiks als unfair und unverhältnismäßig

Tarife Städtetag kritisiert Warnstreiks als unfair und unverhältnismäßig

Der Hessische Städtetag hat die Warnstreiks im Öffentlichen Dienst als "unverhältnismäßig und unfair" kritisiert. Gegen Warnstreiks im Vorfeld von Tarifgesprächen könnten sich die finanziell bereits angeschlagenen Kommunen ebenso wenig wehren wie die direkten Arbeitgeber, sagte der Geschäftsführende Direktor des Städtetags, Stephan Gieseler, in Wiesbaden.

Wiesbaden. "Es gibt eine Unausgeglichenheit der Mittel, denn ein Arbeitgeber kann nur reagieren, wenn der Tarifstreit mal wieder auf dem Rücken der Bürger ausgetragen wird", sagte er. Außerdem gingen die Beschäftigten zu früh auf die Straße: "Wir sind bei den Tarifverhandlungen noch lange nicht in der Phase, in der man sagt, es gehe nichts mehr."

Gieseler redete vor allem den streikenden Mitarbeitern in den Kindergärten ins Gewissen: "Im Dialog mit ihnen hört man immer, wie wichtig die Kinder seien. Aber diese Bedeutung bekommt einen neuen Stellenwert, wenn es ums Geld geht", sagte der Direktor des kommunalen Spitzenverbands, in dem die Interessen von 74 Städten und Gemeinden in Hessen gebündelt sind.

Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes hatten am Dienstag die Arbeit niedergelegt, am Mittwoch werden weitere Warnstreiks in Hessen erwartet.

dpa

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