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Stadt markiert Puffer um EZB-Sicherheitszone

Demonstrationen Stadt markiert Puffer um EZB-Sicherheitszone

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Einen Tag vor den angekündigten Protesten der antikapitalistischen Blockupy-Bewegung in Frankfurt hat die Stadt einen Puffer um die Sicherheitszone markiert, mit der die Polizei die Europäische Zentralbank (EZB) abschirmen will.

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Polizei vor der Europäischen Zentralbank.

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Nach einer Auflage des Ordnungsdezernats müssen die Demonstranten zehn Meter Abstand zur Absperrung halten. Diese Entfernung werde mit weißer Farbe markiert, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Absperrgitter, Nato-Draht und Wasserwerfer: Der spektakuläre EZB-Neubau am Main im Ostend erinnerte einen Tag vor der Eröffnung an eine Festung.

In der Nacht zum Dienstag war es nach Polizeiangaben weitgehend ruhig geblieben. Unklar war zunächst, wer die Fassade von Siemens mit Farbe beschmiert und ein Feuer im Eingang des neuen Hauses des Jugendrechts im Merton-Viertel gelegt hatte.

Die EZB eröffnet an diesem Mittwoch ihre neue Zentrale offiziell. EZB-Chef Mario Draghi und rund 2600 Mitarbeiter arbeiten bereits seit November in den 185 und 165 Meter hohen Glastürmen an der restaurierten Großmarkthalle. Bei dem kleinen Festakt sprechen außer Draghi auch Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Zu Demonstrationen, Blockaden, Kundgebungen und Mahnwachen werden mehr als 10 000 Menschen in der Stadt erwartet.

Das Ostend ist sowohl für den Autoverkehr als auch für Busse und Straßenbahnen gesperrt. Pendler und Bewohner sollen unterirdische U- und S-Bahnen nutzen. Die beiden Gymnasien in dem Viertel haben ihre Mathematik-Abiturklausuren in andere Schulen verlegt. Eine Grundschule in dem Quartier habe es den Eltern je nach Wohnort freigestellt, ob sie ihre Kinder schickten, hieß es beim Schulamt. Zu Einschränkungen des Betriebs werde es auch in der Integrierten Gesamtschule im Stadtteil Fechenheim kommen, weil Straßenbahnen nicht fahren. Mehrere Geschäfte und Lokale in und um die Sperrzone sowie an den Demo-Routen bleiben zu oder schließen früher. Einige Arbeitgeber haben ihren Beschäftigten einen Home-Office-Tag empfohlen.

dpa

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