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Staatssekretärin Weyland soll Feldmann als OB herausfordern

Parteien Staatssekretärin Weyland soll Feldmann als OB herausfordern

Überraschung bei der Frankfurter CDU: Bernadette Weyland soll den Kampf mit OB Feldmann von der SPD aufnehmen. Mit seiner Empfehlung für die Juristin verzichtet Frankfurts Unions-Chef Uwe Becker zugleich auf eine eigene Kandidatur.

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Bernadette Weyland.

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Frankfurt/Main. Die CDU will Hessens Finanzstaatssekretärin Bernadette Weyland in den Frankfurter OB-Wahlkampf im kommenden Jahr schicken. Die 59-jährige Frankfurterin sei als Kandidatin zur Erringung einer Mehrheit am besten geeignet, sagte der CDU-Kreisvorsitzende Uwe Becker am Dienstag.

Im Falle der Nominierung Weylands auf einem Kreisparteitag Ende April wird sie aller Voraussicht bei der Wahl auf Frankfurts SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann treffen. Offiziell hat dieser seine erneute Kandidatur aber noch nicht bekanntgegeben.

Mit dem Votum für Weyland verzichtet Frankfurts CDU-Chef Becker (47) zugleich auf eine eigene Kandidatur. Er mache zwar leidenschaftlich Politik, schiele "aber nicht auf Ämter", begründete der langjährige Stadtkämmerer und Bürgermeister seinen überraschenden Schritt.

In der eigenen Partei gilt Becker gilt zwar als kompetent und fleißig, aber auch als wenig charismatisch. Weyland, ehemalige Frankfurter Stadtverordnetenvorsteherin und promovierte Juristin, werden in der CDU bessere Chancen im Kampf gegen Feldmann zugetraut. Der SPD-Politiker hatte 2012 völlig überraschend den CDU-Kandidaten Boris Rhein - derzeit Hessens Wissenschaftsminister - in der Stichwahl besiegt.

Damals hatte die CDU im Römer (Rathaus) deutlich mehr Sitze als die SPD. Nach klaren Zugewinnen der Sozialdemokraten im vergangenen Jahr bei der Kommunalwahl regiert jetzt aber eine schwarz-rot-grüne Koalition in Frankfurt.

Weyland kündigte an, sie wolle in der Politik "mehr gestalten als verwalten" und versprach zugleich einen intensiven Wahlkampf. Details werde sie erst nennen, wenn sie offiziell nominiert sei. Die gebürtige Westfalin, Mutter von vier Kindern, lebt seit Anfang der 1990er Jahre in Frankfurt. Als Vorbild nennt sie Frankfurts langjährige Ex-OB Petra Roth.

Feldmann bezeichnete am Dienstag nach Angaben seines Sprechers die CDU-Entscheidung für Weyland als "nicht überraschend". An den entscheidenden Themen für Frankfurt - Wohnen, Bildung, Internationalität und Reduzierung des Fluglärms - werde dies nichts ändern.

dpa

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