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Spionage am Internet-Knoten: Verein sieht Politik gefordert

Telekommunikation Spionage am Internet-Knoten: Verein sieht Politik gefordert

Die Politik muss für Datensicherheit am Internetknotenpunkt Frankfurt sorgen - das fordert der Verein Digital Hub, eine Vereinigung zur Förderung der digitalen Infrastruktur im Rhein-Main-Gebiet, in der unter anderem Netzwerkanbieter und Rechenzentrumsbetreiber organisiert sind.

Frankfurt/Main. "Es ist ein unabdingbares Muss, dass das massenweise Ausspähen gestoppt wird", sagte Vorstandssprecher Bernhard Pussel am Dienstag vor Beginn der Jahreskonferenz in Frankfurt. "Die Politik muss das regeln. Es muss klare Rechtssicherheit geschaffen werden." Das Thema Datensicherheit müsse auch Teil des Freihandelsabkommens mit den USA werden.

Der De-Cix in Frankfurt ist der weltweit größte Internet-Knoten und damit der wichtigste Datenumschlagsplatz der Welt. Verschiedene Medien hatten berichtet, dass der deutsche Bundesnachrichtendienst dort Rohdaten abgreift und phasenweise an den umstrittenen US-Geheimdienst NSA weitergeleitet hat.

Technisch sei es möglich, Daten abzuschöpfen, ohne dass die Betreiber der Rechenzentren das mitbekämen, erklärte Pussel, zum Beispiel durch manipulierte Hardware. Daher könne man nicht die Verantwortung für Datensicherheit auf die Anbieter abwälzen, "das ist zu einfach". Bisher vermisse er bei der Politik sowohl eine klare Linie als auch eine eindeutige Zuständigkeit.

dpa

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