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Sohn von KZ-Überlebender erhält Ring seiner Mutter

Geschichte Sohn von KZ-Überlebender erhält Ring seiner Mutter

Nach mehr als 70 Jahren hat der Sohn einer KZ-Überlebenden einen Ring bekommen, den die Nazis seiner Mutter bei ihrer Inhaftierung abgenommen hatten. Der Internationale Suchdienst (ITS) in Bad Arolsen hatte das Schmuckstück aufbewahrt.

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Jan Andersson zeigt den Ring seiner Mutter neben ihrem Bild.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Bad Arolsen. "Das ist ein großer Tag für mich", sagt der 62 Jahre alte Jan Andersson. Er reiste extra mit seiner Frau rund 1000 Kilometer von Schweden nach Nordhessen.

Anderssons Mutter war im Alter von 15 Jahren im Zweiten Weltkrieg als Zwangsarbeiterin aus Polen nach Deutschland gekommen. Sie wurde verhaftet und kam in die Konzentrationslager Ravensbrück und Neuengamme. Kurz vor Kriegsende gelangte sie schließlich nach Schweden. Seit dem Tod der Mutter 2010 recherchiert Andersson, was seiner Mutter in der Nazizeit geschah.

Der ITS ist eine der wichtigsten Anlaufstellen für Familien von Nazi-Opfern. Bei ihm lagern rund 30 Millionen Dokumente aus Konzentrationslagern, Ghettos und Gestapo-Gefängnissen. Die Originaldokumente und die Zentrale Namenkartei des ITS gehören zum Unesco-Weltdokumentenerbe.

dpa

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