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Selbstanzeigen von Steuersündern auf Rekordhöhe in Hessen

Finanzen Selbstanzeigen von Steuersündern auf Rekordhöhe in Hessen

Einen neuen Rekord bei der Zahl der Selbstanzeigen von Steuerhinterziehern hat es im vergangenen Jahr in Hessen gegeben. 3495 Steuerhinterzieher meldeten sich bei den Finanzämtern im Land, wie das Finanzministerium am Montag in Wiesbaden mitteilte.

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Der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU).

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Wiesbaden. Die schärferen Auflagen, die seit diesem Jahr für die Selbstanzeigen gelten, hätten vorab Wirkung gezeigt, sagte Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) zu der Entwicklung. "2014 wollten viele noch gutmachen, was sie angestellt hatten. Sie haben wohl gemerkt, dass es richtig eng für sie wird." Der private Radiosenders Hit Radio FFH hatte vorab über den Rekord berichtet.

Der bisherige Höchststand war 2010 mit 3467 Selbstanzeigen gezählt worden. In dem Jahr lagen die daraus resultierenden Mehrsteuern bei rund 357 Millionen Euro. 2014 habe die Summe mit rund 220 Millionen Euro deutlich niedriger gelegen, erklärte Schäfer. Im Vergleich zu 2013 sei jedoch sowohl die Zahl der Selbstanzeigen (2844) als auch die Summe der Steuermehreinnahmen (127,5 Millionen) nach oben geklettert.

Seit 1. Januar wird es für Steuerbetrüger deutlich teurer, mit einer Selbstanzeige straffrei davonzukommen. Steuerbetrug ist dann lediglich bis zu einer hinterzogenen Summe von 25 000 Euro straffrei. Die bundesweit meisten Steuerbetrüger hatten sich im abgelaufenen Jahr nach einer dpa-Umfrage mit mehr als 9000 in Baden-Württemberg gemeldet.

dpa

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