Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Seiters: Vollendet ist der Weg zur inneren Einheit wohl nie

Geschichte Seiters: Vollendet ist der Weg zur inneren Einheit wohl nie

25 Jahre nach der Wiedervereinigung hat der frühere Kanzleramtsminister Rudolf Seiters (CDU) Erwartungen nach einer schnellen Anpassung der Lebensverhältnisse zwischen Ost- und Westdeutschland gedämpft.

Voriger Artikel
Frankfurt feiert das "Wunder" der Wiedervereinigung
Nächster Artikel
Verdi-Tarifkommission für Annahme der Kita-Tarifergebnis

Der frühere Kanzleramtsminister Rudolf Seiters (CDU).

Quelle: Carmen Jaspersen/Archiv

Geisa. "Vollendet ist der Weg zur inneren Einheit eines Volkes wahrscheinlich nie", erklärte der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Freitag. Er äußerte sich bei einem Festakt zum Jahrestag in der Gedenkstätte Point Alpha an der Grenze zwischen Hessen und Thüringen.

Eine absolute Gleichheit der Lebensverhältnisse könne es nicht geben, meinte Seiters. Er verwies darauf, dass die wirtschaftliche Situation in Schleswig-Holstein eher mit der in Thüringen oder Sachsen vergleichbar sei, als mit der in Bayern oder Baden-Württemberg. "Aber Vieles ist heute schon zusammengewachsen, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch geistig", befand Seiters, der 1989 im Kabinett von Helmut Kohl (CDU) zum Chef im Kanzleramt berufen wurde.

Nach seiner Ansicht war das Tempo der Wiedervereinigung angemessen. Das Zeitfenster sei sehr eng gewesen. "Wer sagt, dass sei alles viel zu schnell gegangen, vergisst, dass die Menschen der DDR die Einheit schnell wollten", sagte der DRK-Präsident und erinnerte an das spätere Zusammenbrechen der Sowjetunion. "Es gab zur Politik der schnellen Wiedervereinigung keine vernünftige Alternative."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr