Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Schwarz-Grün will mehr Studentenbuden - Lob und Tadel

Landtag Schwarz-Grün will mehr Studentenbuden - Lob und Tadel

Ein schwarz-grüner Gesetzentwurf zur Wohnbauförderung ist bei einer Anhörung im Landtag auf Lob wie Tadel gestoßen. CDU und Grüne wollen den Bau von Studentenwohnungen zu einem Schwerpunkt machen, was viele Experten am Donnerstag in Wiesbaden begrüßten.

Wiesbaden. Dafür sollte eher das Wissenschaftsministerium zuständig ein, hielt das Darmstädter Institut Wohnen und Umwelt (IWU) dagegen. Durch die Förderung von studentischem Wohnraum schrumpften die ohnehin knappen Mittel für den sozialen Wohnungsbau weiter, sagte Joachim Kirchner vom IWU.

Interessiert befragten die Abgeordneten einen Vertreter der Hamburger Senatsverwaltung, weil die Hansestadt für Studenten und Auszubildende gleichrangig baut. Ohnehin sind in Hamburg die Dimensionen größer: Jedes Jahr entstehen dort 2000 Sozialwohnungen, wie Abteilungsleiter Matthias Kock sagte. Hessen will den Bau von 350 Sozialwohnungen jährlich fördern.

Die hessische Regierung plant für wohnbaupolitische Maßnahmen jährlich 60 Millionen Euro ein. Schwarz-Grün leite nur Bundesgeld durch und gebe nichts dazu, kritisierte der Verband der südwestdeutschen Wohnungswirtschaft. Eine Initiative von Bauwirtschaft und Mieterbund fordert, die Mittel für den Wohnungsbau zu verzehnfachen. Der Anteil von Sozialwohnungen in Hessen sei auf vier Prozent gesunken - zu wenig, um die Marktpreise zu beeinflussen.

Naturgemäß begrüßten die Studentenwerke zusätzliche Mittel für Studenten. Andreas Schaper vom Asta Gießen sagte aber: "Eine Wohnheimbauweise lehnen wir ab." Studentenwohnungen sollten in andere Projekte integriert werden. Auch IWU-Vertreter Kirchner riet, dass Studentenwohnungen im Anschluss auch für andere Bewohner nutzbar sein sollten. Nach dem derzeitigen Höchststand werde es in den kommenden Jahren wieder weniger Studenten geben.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik