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Schwarz-Grün hält an Änderung des Schulgesetzes fest

Schulen Schwarz-Grün hält an Änderung des Schulgesetzes fest

Trotz Kritik hält die schwarz-grüne Koalition in Hessen an ihrer geplanten Änderung des Schulgesetzes fest. Der Schulausschuss des Landtags beriet am Dienstag in Wiesbaden über das Vorhaben, auch fünften, sechsten und siebten Gymnasialklassen die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren (G9) zu ermöglichen.

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Der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU).

Quelle: Arne Dedert/Archiv

Wiesbaden. Die Anhörung von Experten vergangene Woche habe keine Alternative zum Vorschlag der Regierung aufgezeigt, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Das komplizierte Verfahren gipfelt in einer anonymen Abstimmung der Eltern. Kritiker bemängeln, dass der Streit über die kurze oder lange Gymnasialzeit (G8/G9) in jede einzelne Klasse hineingetragen wird.

Nach Zahlen des Kultusministeriums haben 111 hessische Gymnasien und kooperative Gesamtschulen schon wieder auf G9 umgestellt oder wollen dies voraussichtlich zum nächsten Schuljahr tun. Gut die Hälfte von ihnen will dabei die jüngeren Klassen mitnehmen.

In mehr als 50 einzelnen Jahrgangsstufen steht eine Abstimmung an, in der ein einstimmiges Ergebnis erzielt werden muss. Gibt es Neinstimmen, muss der gesamte Jahrgang bei G8 bleiben. Diese Regel stößt auf Kritik, weil der Bestandsschutz wichtiger ist als der Elternwille, dem Schwarz-Grün eigentlich folgen will. In 36 anderen Jahrgängen zeichnet sich ab, dass es ein paralleles Angebot von G8 und G9 geben könnte. Die Schulen nutzten die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten, sagte Lorz.

Im Ausschuss nannte der Minister auch neue Zahlen zum gemeinsamen Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern. Derzeit werden 6670 Schüler mit besonderem Förderbedarf an Regelschulen unterrichtet. Vor Beginn des Schuljahres hatte knapp 3000 Mal ein Förderausschuss aus Lehrern, Eltern und Experten beraten. Drei von vier Schülern wurden an den Regelschulen aufgenommen. Nur in 74 Fällen entsandte der Ausschuss Schüler gegen den Willen der Eltern an Förderschulen.

dpa

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