Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Scheidender Abgeordneter wirbt für lebendige Debatten

Bundestag Scheidender Abgeordneter wirbt für lebendige Debatten

Der älteste Abgeordnete im Bundestag nimmt im nächsten Jahr seinen Hut: Heinz Riesenhuber, früher Bundesforschungsminister, will nicht mehr kandidieren. Gut ein Jahr vor der Wahl nennt er einen Wunsch.

Voriger Artikel
"FAZ": Hessen baut Steuerfahndung aus
Nächster Artikel
Bouffier: Keine übereilte Entscheidung über Burka und Nikab

Heinz Riesenhuber (CDU).

Quelle: Michael Kappeler/Archiv

Frankfurt/Main. Der scheidende Alterspräsident des Bundestags, der frühere Forschungsminister Heinz Riesenhuber (CDU), wünscht sich mehr lebendige Debatten in der Unionsfraktion. "Was mich hier freuen würde, ist, wenn die offene, auch streitige Diskussionskultur in der Fraktion wieder an Lebhaftigkeit gewinnt", sagte der 80-Jährige am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt/Main. "Die große Koalition führt schon dazu, dass sehr viel in der Regierung und in informellen Koalitionsgremien entschieden wird und weniger in der Fraktion." Das sei aber der Konstellation geschuldet.

Riesenhuber wird bei der Bundestagswahl 2017 nicht mehr kandidieren. Das hatte der CDU-Politiker am Freitagabend bei der 70-Jahr-Feier des CDU-Kreisverbandes Main-Taunus bekanntgegeben. Der Mann mit der Fliege ist Alterspräsident des Bundestags. Der gebürtige Frankfurter sitzt für den Wahlkreis Main-Taunus im Parlament - seit 1976. Von 1982 bis 1993 war er Bundesforschungsminister.

Den Ausschlag für den Rückzug habe seine Frau gegeben, verriet Riesenhuber. Sie habe vor einigen Jahren gesagt: "Einmal machst Du noch mit, aber dann sollten wir aufbrechen in einen neuen Lebensabschnitt." Den könnten dann beide mit hellem Geist und guter Gesundheit angehen. "Ich gebe zu, dass mir die Sache hier uneingeschränkt in diesen Jahren Spaß macht", sagte der CDU-Politiker. "Aber meine Frau hat da schon Recht - und mit ihren Ratschlägen habe ich immer gute Erfahrungen gemacht."

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Politik

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr