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Schäfer-Gümbel fordert härteres Vorgehen gegen Banken

Banken Schäfer-Gümbel fordert härteres Vorgehen gegen Banken

Der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel fordert ein härteres Vorgehen gegen Banken, die Kunden zu Briefkastenfirmen in Steueroasen raten. "In Zukunft müssen nicht nur einzelne Bank-Mitarbeiter haftbar gemacht werden können, sondern auch die gesamten Unternehmen", sagte der SPD-Bundesvize der Radiowelle Bayern 2 des Bayerischen Rundfunks am Dienstag.

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Thorsten Schäfer-Gümbel, Chef der hessischen SPD.

Quelle: Uwe Zucchi/Archiv

Wiesbaden. "Wir müssen an das Unternehmensstrafrecht ran."

Im Fall der "Panama Papers"-Enthüllungen habe sich gezeigt, dass "einige Banken systematisch Kunden beraten haben, wie das Einrichten einer Briefkastenfirma im Ausland geht", sagte Schäfer-Gümbel. Die Deutsche Bank beispielsweise habe zwar viel über Kulturwandel

 

gesprochen. "Und nun zeigt sich, dass es hier immer noch Leute gibt, die nichts anderes zu tun haben, als zu gucken, wo gibt es Gesetzeslücken, wo kann man Finanzströme verstecken."

Nach Recherchen Dutzender Medien haben Banken eine Schlüsselrolle beim Vertrieb von Briefkastenfirmen gespielt, in denen Politiker, Prominente und Sportler Geld versteckt haben sollen. Die Recherchen basieren auf einem Datenleck einer panamaischen Wirtschaftskanzlei. Ob die damit bekanntgewordenen Geschäftstätigkeiten unrechtmäßig sind, ist bislang unklar.

dpa

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