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Schäfer-Gümbel: Bezahlbares Wohnen ist neue soziale Frage

Landtag Schäfer-Gümbel: Bezahlbares Wohnen ist neue soziale Frage

SPD-Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel hat ein massives Umsteuern der Landesregierung in der Wohnungspolitik gefordert. In Hessen könnten sich immer weniger Menschen eine Wohnung leisten, sagte der Oppositionsführer am Mittwoch im Wiesbadener Landtag.

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Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD).

Quelle: arifoto UG/Archiv

Wiesbaden. Im Rhein-Main-Gebiet sei die Lage besonders dramatisch. Bezahlbares Wohnen sei aber schon längst auch für alle Landesteile ein Problem.

Zahlreiche Städte in Hessen würden überdurchschnittlich wachsen. Alleine in Frankfurt werde ein Bevölkerungswachstum bis 2030 von rund 100 000 Menschen erwartet. Diese Menschen benötigten etwa 90 000 Wohnungen, sagte Schäfer-Gümbel. In hessischen Großstädten zahlten Bürger mittlerweile 40 Prozent und mehr ihres Einkommens für Kaltmieten. Gerade Familien und junge Berufseinsteiger, aber auch Bürger mit normalen Einkommen würden dadurch verdrängt. Bezahlbares Wohnen sei die neue soziale Frage des nächsten Jahrhunderts.

Der SPD-Fraktionschef warf der Landesregierung Untätigkeit vor. In der Regierungszeit der CDU habe sich seit 1999 die Zahl der Sozialwohnungen von fast 180 000 bis jetzt halbiert. Bezahlbarer Wohnraum sei aber keine Frage der Machbarkeit, sondern des Willens. "Es hilft nur eins: Bauen, bauen, bauen".

"Die Sabotage der Mietpreisbremse" müsse durch mehr Transparenz beendet werden. Der Verkauf von öffentlichen Grundstücken sollte nach dem besten Konzept und nicht dem höchsten Preis stattfinden, forderte der SPD-Politiker. Zudem sollte es eine partielle Senkung der Grunderwerbssteuer für mehr sozialen Wohnungsbau geben.

dpa

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