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SPD will mehr Hilfen für Analphabeten in Hessen

Bildung SPD will mehr Hilfen für Analphabeten in Hessen

Die SPD-Fraktion hat mehr Hilfen im Kampf gegen den Analphabetismus in Hessen gefordert. Landesweit haben knapp 550 000 Menschen nach wie vor große Schwierigkeiten, Texte zu schreiben und zu erfassen, sagte der hessische SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel am Donnerstag in Wiesbaden.

Wiesbaden. "Analphabetismus hat eine enorme Auswirkung auf die gesellschaftliche Teilhabe der Betroffenen und ist gleichzeitig immer noch ein Tabu-Thema", erklärte er.

Das Problem müsse umfassend angepackt werden, sagte Christiane Ehes, stellvertretende Direktorin des Hessischen Volkshochschulverbandes (VHS). Nicht nur Betroffene sollten sich ihr Defizit eingestehen. "Auch Betriebe, Jobcenter und das familiäre Umfeld muss sensibilisiert werden."

Pro Schüler müssen rund 5000 Euro für die Alphabetisierung investiert werden. Das Land Hessen stellt nach diesen Angaben nur 1,8 Millionen Euro für die Grund- und Erwachsenenbildung bereit. Die schwarz-grüne Landesregierung tue bereits viel, um die Lese- und Schreibkompetenz von Erwachsenen zu fördern, sagte der CDU-Abgeordnete Hans-Jürgen Irmer. In Deutschland leben der Universität Hamburg zufolge rund 7,5 Millionen funktionale Analphabeten - das sind der Studie aus dem Jahr 2011 nach in etwa acht Prozent der Gesamtbevölkerung.

dpa

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