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SPD: Rückkehr zu G9 unnötig erschwert

Regierung SPD: Rückkehr zu G9 unnötig erschwert

Die SPD-Landtagsfraktion hat der Landesregierung vorgeworfen, hessischen Schulen die Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit (G9) durch hohe formale Hürden unnötig zu erschweren.

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Äußerte sich zur Rückkehr zum G9-System: Alexander Lorz.

Quelle: F. Erichsen

Wiesbaden. Dass nur so wenige Bildungseinrichtungen mit bestehenden siebten Klassen im G8-System den Wechsel vollzögen, liege keinesfalls an einer geringen Nachfrage, sagte der bildungspolitische Fraktionssprecher Christoph Degen am Samstag in Wiesbaden.

Eine Vielzahl von Beschwerden verärgerter Eltern, die sich eine Rückkehr gewünscht hätten, belege dies. Er reagierte damit auf Äußerungen von Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Dieser hatte in einem Interview gesagt, die von der Landesregierung angebotene Wahlfreiheit werde so gut wie nicht genutzt.

Degen bezeichnete das geänderte Gesetz als typisches Beispiel missglückter Politik. "Regieren muss man nicht nur wollen, Regieren muss man auch können", sagte er. Die Landesregierung hatte Mitte März beschlossen, auch den bestehenden Jahrgängen fünf, sechs und sieben den Wechsel von G8 zu G9 zu ermöglichen, falls die Schule und genügend Eltern zustimmen.

Die Grünen erwiderten, die gemeinsam mit der CDU vorgelegte Gesetzesänderung ermögliche ein Maximum an Rückkehrmöglichkeiten zu G9. "Was rechtlich machbar ist, wird gemacht", sagte der Grünen-Landtagsabgeordnete Mathias Wagner. Nach vorläufigen Zahlen wollten laut Kultusministerium etwa die Hälfte der Schulen, die zu G9 zurückgekehrt sind, auch laufende Klassen einbeziehen. Ohne die Änderungen von Schwarz-Grün hätte es für diese Kinder keine Chance auf G9 gegeben.

dpa

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