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Roland Koch: Zuwanderer sollten Deutsche werden wollen

Migration Roland Koch: Zuwanderer sollten Deutsche werden wollen

Eine Integration von Zuwanderern kann nach Meinung des früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) nur gelingen, wenn die Einwanderer der deutschen Identität den Vorrang geben.

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Roland Koch (CDU), früherer hessischer Ministerpräsident.

Quelle: Boris Roessler/Archiv

Wiesbaden. Wer dauerhaft in Deutschland leben wolle, müsse auch eine deutsche Leitkultur akzeptieren, sagte er dem Wirtschaftsmagazin "Capital" (Ausgabe 12/2015). "Wenn die Zuwanderung bewältigt werden soll, dann muss die aufnehmende Gesellschaft klare Erwartungen äußern und Bedingungen setzen."

Er stelle erfreut fest, dass der Begriff "Leitkultur" heute nicht mehr so umstritten sei, sagte Koch laut einer Mitteilung. "Ein Erfolg wird die Zuwanderung nur werden, wenn die Einwanderer den Willen haben, Deutsche zu werden." Dass die Flüchtlinge dem Land ökonomisch langfristig nutzen werden, bezweifelte Koch: "Die Aufnahme der Flüchtlinge ist ein Beitrag zu einer friedlicheren Welt und kein Geschäftsmodell für Deutschland."

Der frühere Ministerpräsident verteidigte den Kurs von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Flüchtlingspolitik. "Frau Merkel wollte, dass das Bild Deutschlands von offenen Armen geprägt ist. Das halte ich für richtig", sagte er. Eine Rückkehr in die aktive Politik schloss Koch aus. "Die CDU braucht einen konservativen Flügel, aber nicht mich", sagte er. Der 57-Jährige war 2010 als Ministerpräsident zurückgetreten, um in die Wirtschaft zu wechseln.

dpa

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